Das Wichtigste vorab. Vier Punkte stehen vor dem Kleingedruckten, weil ein Kunde, der sie falsch versteht, alles Weitere falsch versteht.
- Answely steht Unternehmen und Verbrauchern offen. Bei der Registrierung wählen Sie, ob Sie als Unternehmen oder als Privatperson handeln; davon hängen Preisanzeige, Rechnung und Ihre Rechte ab. Verbraucher haben ein Widerrufsrecht, und für sie gelten die Abweichungen in Ziffer 32 (Ziffern 1.3 und 32).
- Die Antworten erzeugt eine KI, und sie können falsch sein. Jede Antwort ist sichtbar als KI-generiert gekennzeichnet; diese Kennzeichnung lässt sich nicht abschalten. Maßgeblich sind immer die verlinkten Quellen auf Ihrer Website (Ziffern 5 und 17).
- Was Answely beantwortet, bestimmen Ihre Inhalte. Der Dienst gibt wieder, was auf Ihren öffentlichen Seiten steht oder was Sie selbst einspielen. Was nicht öffentlich beantwortet werden darf, gehört nicht in den Index (Ziffern 10 und 11).
- Die KI läuft ausschließlich auf Servern in der EU, und Ihre Daten trainieren kein Modell. Sprachmodell und Einbettung laufen auf Servern, die wir selbst in Łódź betreiben; ein anderer KI-Anbieter käme nur aus der EU und nur nach Ankündigung hinzu (Ziffern 5.5 und 18.4).
1. Anbieter, Geltungsbereich und Vertragspartner
1.1 Der Anbieter
Der Dienst wird erbracht von LW IT Solutions Company Lukas Wójcik, al. Tadeusza Kościuszki 80/82, lok. 301, 90-437 Łódź, Polen, USt-IdNr. PL7252266190, einem Einzelunternehmen, eingetragen im polnischen Register CEIDG („Answely“, „wir“, „uns“). Kontakt: support@answely.com. Weitere Angaben zum Anbieter enthält das Impressum. Derselbe Anbieter betreibt auch reactive.chat, MousePlayer, consented.eu und Stats4U; für diese Produkte gelten jeweils eigene Bedingungen.
1.2 Was dieses Dokument ist
Diese Nutzungsbedingungen („Bedingungen“) regeln die Bereitstellung und Nutzung von Answely und alles, was mit dem Dienst geliefert wird. Gegenüber Kunden mit Sitz oder Wohnsitz in Polen bilden sie zugleich die nach Art. 8 des polnischen Gesetzes vom 18. Juli 2002 über die Erbringung von Dienstleistungen auf elektronischem Wege erforderliche Ordnung (regulamin). Sie werden vor Vertragsschluss in einer Form bereitgestellt, die es erlaubt, sie abzurufen, wiederzugeben und zu speichern; die bei der Registrierung angezeigte Fassung halten wir fest (Ziffer 4.2).
Technische Voraussetzungen für die Nutzung des Kontos sind ein aktueller Webbrowser mit eingeschaltetem JavaScript und eine E-Mail-Adresse, unter der Sie erreichbar sind. Für die Antwortbox auf Ihrer Website brauchen Sie eine Website, auf der Sie ein Skript einbinden dürfen, und eine Domain, über die Sie verfügen (Ziffer 10.5).
1.3 Wer den Dienst bestellen kann
Der Dienst steht Unternehmern und Verbrauchern offen. Welche der beiden Rollen gilt, wählen Sie bei der Registrierung („Unternehmen“ oder „Privatperson“); sie gilt für die Arbeitsbereiche, deren Eigentümer Sie sind (Ziffer 7.6), und bestimmt die Preisanzeige (Ziffer 9), die Form der Rechnung und die Rechte, die Ihnen zustehen. Die Kundenart lässt sich in den Einstellungen nur ändern, solange kein bezahltes Abonnement läuft, weil der laufende Vertrag mit ihr geschlossen ist.
Geschäftskunden. Wer als Unternehmen bestellt, sichert damit zu, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit handelt, dass der Dienst unmittelbar mit dieser Tätigkeit zusammenhängt und dass die handelnde Person zur Vertretung befugt ist. Für ihn gelten diese Bedingungen ohne die Abweichungen der Ziffer 32; ein Widerrufsrecht steht ihm nicht zu.
Verbraucher. Verbraucher ist jede natürliche Person, die mit einem Unternehmer ein Rechtsgeschäft vornimmt, das nicht unmittelbar mit ihrer gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit zusammenhängt (Art. 22¹ des polnischen Zivilgesetzbuchs). Für Verbraucher gilt Ziffer 32; sie geht allen übrigen Bestimmungen dieser Bedingungen vor. Verbraucher können den Dienst derzeit nur mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union bestellen. Das Widerrufsrecht und seine Ausübung beschreibt die Widerrufsbelehrung.
Einzelunternehmer. Schließt eine natürliche Person mit Einzelunternehmen den Vertrag zwar im Rahmen ihrer Tätigkeit, aber außerhalb ihrer beruflichen Spezialisierung, stehen ihr das Widerrufsrecht und der Schutz vor missbräuchlichen Klauseln zu (Art. 385⁵ des polnischen Zivilgesetzbuchs, Art. 38a des polnischen Verbraucherrechtegesetzes). Ziffer 32 gilt ihr gegenüber in diesem Umfang entsprechend. Wer meint, zu diesem Kreis zu gehören, teilt es uns mit; wir prüfen es im Einzelfall und entscheiden im Zweifel zugunsten des Kunden.
Keine Bestimmung dieser Bedingungen soll ein Recht ausschließen oder einschränken, das nicht wirksam ausgeschlossen oder eingeschränkt werden kann. Soweit eine Bestimmung gegenüber einem bestimmten Kunden aus zwingendem Recht nicht gilt, bleiben die übrigen Bestimmungen und ihre Geltung gegenüber allen anderen Kunden unberührt.
1.4 Kunden von reactive.chat
Kunden von reactive.chat erhalten die Antwortfunktion von Answely („Smart Answers“) als Teil ihres reactive.chat-Vertrags. Ihre Antworten entstehen aus der Wissensbasis von reactive.chat und werden über den Antwort-Dienst von Answely ausgeliefert. Für sie gelten die Vertragsdokumente von reactive.chat einschließlich des dortigen Auftragsverarbeitungsvertrags, nicht diese Bedingungen, solange sie kein eigenes Answely-Konto anlegen. Die Zusagen zur KI-Verarbeitung in der EU, zum Verzicht auf Training und zur KI-Kennzeichnung (Ziffern 5 und 17) gelten für diese Antworten gleichermaßen. Die Datenschutzerklärung und der Auftragsverarbeitungsvertrag von reactive.chat nennen diese Antworten („Smart Answer“) ausdrücklich als Dienst von Answely.
1.5 Räumliche Vorbehalte
Der Dienst wird Personen und Einrichtungen nicht angeboten und darf von ihnen oder zu ihren Gunsten nicht genutzt werden, wenn sie Ziel von Wirtschaftssanktionen oder Ausfuhrbeschränkungen der Europäischen Union, der Vereinten Nationen, der Vereinigten Staaten oder des Vereinigten Königreichs sind oder in einem umfassend sanktionierten Gebiet ansässig sind. Der Kunde sichert zu, dass er nicht zu diesem Kreis gehört und eine solche Nutzung nicht zulässt. Bei Kenntnis eines Verstoßes können wir sofort sperren oder kündigen.
1.6 Geschäftsfähigkeit
Wer sich registriert oder bestellt, sichert zu, dass er voll geschäftsfähig ist. An Kinder richtet sich der Dienst nicht.
2. Begriffsbestimmungen
Die folgenden Begriffe haben die angegebene Bedeutung. Im Auftragsverarbeitungsvertrag bestimmte Begriffe haben in datenschutzrechtlichem Zusammenhang die dort festgelegte Bedeutung.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Antwort | Ein von einem Sprachmodell erzeugter Text zu einer Frage eines Besuchers, mit Links zu den Quellen auf der Website, auf denen er beruht. Auch eine vom Kunden hinterlegte redaktionelle Antwort, die die Box ausliefert. |
| Antwortbox | Die Oberfläche, die das Skript answely.js auf der Website des Kunden neben dessen Suchergebnissen zeigt. |
| Antwort-Dienst | Der Server unter api.answely.com, der Fragen annimmt, im Index sucht und Antworten erzeugt. |
| Arbeitsbereich | Die Einheit im Konto, die Websites, Mitglieder und die Abrechnungsbeziehung zusammenfasst (in der Oberfläche auch „Workspace“). |
| AVV | Der nach Art. 28 DSGVO geschlossene Auftragsverarbeitungsvertrag. |
| Besucher | Eine natürliche Person, die eine Website des Kunden besucht und die Antwortbox nutzt. Besucher sind nicht Partei dieses Vertrags und erwerben aus ihm keine Rechte. |
| Dienst | Answely in allen seinen Teilen: das Skript answely.js, der Antwort-Dienst, der Indexer, das Kundenkonto, die Schnittstellen (Push-Schnittstelle, MCP-Zugang), das WordPress-Plugin, der Website-Schnellcheck und alles damit Gelieferte. |
| Dokumentation | Die unter answely.com veröffentlichte Nutzungs- und Entwickleranleitung in ihrer jeweils geltenden Fassung. |
| Index | Die Inhalte der Website, ihre Abschnitte und daraus berechnete Vektoren, die der Dienst speichert, um Fragen zu beantworten. Dazu gehören auch Inhalte, die der Kunde über die Push-Schnittstelle oder das WordPress-Plugin einspielt. |
| Kontingent | Die Zahl der Antworten, die eine Website je Kalendermonat (UTC) ausliefern darf. |
| Kontodaten | Daten über den Kunden und seine Mitglieder: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Kundenart, Land, USt-IdNr. und Prüfergebnis, Abrechnungsunterlagen, Supportverkehr, Sicherheitsprotokolle sowie der Nachweis der Annahme dieser Bedingungen. Für Kontodaten ist Answely Verantwortlicher. |
| Kunde | Die Partei, die den Vertrag mit Answely schließt. Für einen Arbeitsbereich ist Kunde dessen Eigentümer. |
| Kundendaten | Alle Daten, die bei der Nutzung der Antwortbox und der Schnittstellen für den Kunden verarbeitet werden: Fragen der Besucher, Antworten, Bewertungen, die Frageanalyse, Erfolgsmeldungen, Inhalte aus Push und WordPress-Synchronisation, Prüffragen und Testberichte. Kundendaten verarbeitet Answely als Auftragsverarbeiter. |
| Mitglied | Eine natürliche Person, der der Kunde Zugang zu einem Arbeitsbereich in der Rolle Eigentümer, Administrator oder Leser gewährt. |
| Tarif | Die vom Kunden gewählte Stufe – Free (in der Oberfläche „Kostenlos“), Starter, Pro oder Business – mit den zugehörigen Grenzen und Merkmalen, oder ein individuell vereinbarter Tarif. |
| Website | Eine Domain des Kunden samt der Hosts, die er im Konto angibt und für die er den Domain-Nachweis geführt hat (Ziffer 10.5). |
| Zusatzpaket | Eine einmalig bezahlte Erhöhung des Kontingents einer Website – im Tarif Business des gemeinsamen Kontingents – um 1 000 Antworten für den Monat der Gutschrift und den Folgemonat (Ziffer 8.4). |
3. Die Vertragsdokumente und ihre Rangfolge
3.1 Woraus der Vertrag besteht
Der Vertrag zwischen Kunde und Answely besteht aus den folgenden Dokumenten, die jeweils durch Verweis einbezogen sind:
- ein individuell unterzeichnetes Bestellformular oder ein Einzelvertrag, falls einer geschlossen wurde;
- diese Bedingungen;
- der Auftragsverarbeitungsvertrag;
- die Technischen und organisatorischen Maßnahmen;
- die Liste der Unterauftragsverarbeiter;
- die Datenschutzerklärung;
- für Verbraucher die Widerrufsbelehrung;
- die Dokumentation.
Ergänzend stellen wir Informationen bereit, die nicht Vertragsbestandteil sind, aber die Erfüllung Ihrer eigenen Pflichten erleichtern: den Textbaustein für Ihre Datenschutzerklärung, die Seite zur KI-Verordnung, die Seite zum Data Act, die Datenschutz-Unterlagen und die Seite Auskunft und Löschung.
3.2 Rangfolge
Bei Widersprüchen gehen die Dokumente in der Reihenfolge der Ziffer 3.1 von oben nach unten vor, und zwar jeweils nur im Umfang des Widerspruchs. Abweichend davon geht der AVV einem individuell unterzeichneten Dokument und diesen Bedingungen in allen Fragen der Verarbeitung personenbezogener Daten vor, weil diese Fragen Art. 28 DSGVO unterliegen. Gegenüber Verbrauchern geht Ziffer 32 allen übrigen Bestimmungen dieser Bedingungen vor.
3.3 Beschreibende Angaben sind keine Zusicherung
Die Website, die Preisseite, Funktionsseiten, Vergleichstabellen, Bildschirmabbildungen, die eigene Demo in der Dokumentation, Ergebnisse des Website-Schnellchecks und Aussagen in Gesprächen beschreiben den Dienst und erleichtern sein Verständnis. Sie sind keine Garantien, Zusicherungen oder Beschaffenheitsvereinbarungen und werden nicht Vertragsinhalt. Widersprechen sie den Vertragsdokumenten, gelten die Vertragsdokumente. Eine Beschaffenheit ist nur dann zugesichert, wenn wir sie in Textform ausdrücklich als zugesichert bezeichnen.
Diese Ziffer ist kein Freibrief zur Irreführung. Ist eine Beschreibung unzutreffend, berichtigen wir sie. Sie steht hier, weil die Beschreibung eines lebenden Produkts für Leser geschrieben, häufig überarbeitet und notwendig kürzer als die Wahrheit ist – und weil sich das Geschuldete auf ein Dokument zurückführen lassen muss, das genau dies sagt. Für Verbraucher gilt zusätzlich Ziffer 32.3.
3.4 Eigene Bedingungen des Kunden gelten nicht
Einkaufsbedingungen, Lieferantenkodizes und sonstige allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nicht, auch wenn wir ihnen nicht gesondert widersprechen und den Vertrag in Kenntnis von ihnen erfüllen. Abweichungen bedürfen unserer ausdrücklichen Zustimmung in Textform.
4. Vertragsschluss und sein Nachweis
4.1 Zustandekommen
Die Darstellung der Tarife auf der Website ist eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots, kein bindendes Angebot. Der Vertrag über die Nutzung des Dienstes im Tarif Free kommt zustande, wenn Sie die Registrierung abschließen und Ihre E-Mail-Adresse über den Link in der Bestätigungsmail bestätigen; mit der Bestätigung schalten wir das Konto frei. Der Link ist 72 Stunden gültig; ein neuer lässt sich nach der Anmeldung anfordern.
Ein Vertrag über einen bezahlten Tarif oder ein Zusatzpaket kommt zustande, wenn Sie die Bestellung im Konto unter „Abrechnung“ bei unserem Zahlungsdienstleister Stripe abschließen und Stripe uns den Abschluss meldet; diese Meldung gilt als unsere Annahme. Bei Zahlungsarten mit verzögerter Bestätigung (etwa SEPA-Lastschrift) wird ein Zusatzpaket erst gutgeschrieben, wenn die Zahlung bestätigt ist. Verbraucher erhalten nach dem Kauf eine Bestätigung des Vertrags per E-Mail, die die Widerrufsbelehrung im Wortlaut enthält.
Vor dem Abschluss einer Bestellung zeigt Ihnen die Bezahlseite den Tarif oder das Paket, den Abrechnungszeitraum, den Preis und die Steuer an. Eingabefehler können Sie bis zum Abschluss korrigieren oder den Vorgang abbrechen; ein abgebrochener Bezahlvorgang löst keine Zahlung aus.
4.2 Der Zustimmungsnachweis
Bei der Registrierung nehmen Sie diese Bedingungen und die Datenschutzerklärung in einem gesonderten, bewussten Akt an. Wir halten fest, welches Konto zugestimmt hat, den genauen Zeitpunkt, die IP-Adresse, die Browserkennung, die angezeigte Sprachfassung und eine kryptografische Prüfsumme (SHA-256) des genauen Wortlauts jedes Dokuments im Zeitpunkt der Anzeige; den Wortlaut selbst legen wir ebenfalls ab. Ebenso halten wir bei Verbrauchern vor jeder Zahlung die angezeigte Fassung der Widerrufsbelehrung und den Wortlaut der Bestätigung zum sofortigen Beginn fest (Ziffer 32.8) sowie den Vertragsschluss und einen Widerruf.
Daraus folgt zweierlei. Erstens lässt sich zu jedem Zeitpunkt feststellen, welcher Fassung ein Kunde zugestimmt hat. Zweitens beweist die Prüfsumme nicht, was ein Dokument sagte – sie beweist, ob es sich seit der Zustimmung geändert hat. Auf diesen Unterschied kommt es an, wenn sich eine Seite auf eine spätere Fassung beruft. Ohne veröffentlichte Rechtstexte lässt sich kein Konto anlegen und als Verbraucher nichts kaufen.
Die IP-Adresse wird im Zustimmungsnachweis vollständig gespeichert, weil er sonst nichts beweisen könnte. Dieser Nachweis wird gelöscht, sobald das Konto gelöscht und die Zustimmung älter als vier Jahre ist – also spätestens 4 Jahre nach der Löschung des Kontos (Ziffer 24.3).
4.3 Richtigkeit der Angaben
Sie haben richtige und vollständige Angaben zu machen und sie aktuell zu halten. Welche Angaben das sind, hängt von der Kundenart ab:
- Unternehmen geben Vor- und Nachnamen der handelnden Person, Firma, vollständige Anschrift, Land und eine gültige E-Mail-Adresse an, auf Wunsch eine USt-IdNr.
- Verbraucher geben Vor- und Nachnamen, ihr Land und eine gültige E-Mail-Adresse an. Firmendaten und eine USt-IdNr. verlangen wir von ihnen nicht und speichern sie nicht, auch wenn sie mitgeschickt werden.
Diese Angaben sind keine Förmlichkeit: Sie bezeichnen den Verantwortlichen im Sinne des AVV, sie entscheiden über die steuerliche Behandlung der Rechnung, und an sie gehen Mitteilungen nach Ziffer 29.5. Eine USt-IdNr. prüfen wir über VIES, die Schnittstelle der Europäischen Kommission, vor jeder Zahlung erneut, wenn die letzte Prüfung gescheitert oder älter als 30 Tage ist; eine abgelehnte Nummer bleibt abgelehnt, bis Sie sie ändern.
5. Was der Dienst ist – und was er nicht ist
5.1 Was der Dienst leistet
Answely ergänzt die Suche auf der Website des Kunden um eine kurze, KI-generierte Antwort mit Links zu den Quellen. Im Einzelnen:
- Index. Der Indexer ruft die öffentlich erreichbaren Seiten der Website ab – nie Bereiche hinter einer Anmeldung –, beachtet
robots.txt,noindexund die Ausschlüsse, die der Kunde einstellt, zerlegt die Seiten in Abschnitte und berechnet daraus Vektoren. PDF-Dateien werden gelesen; enthalten sie keinen auslesbaren Text, erkennt ihn eine Texterkennung auf unseren eigenen Servern. Bereiche einer Seite, die mitdata-answely-ignoregekennzeichnet sind, werden übergangen. - Antwortbox. Stellt ein Besucher eine Frage, sucht der Antwort-Dienst die passenden Abschnitte im Index, und ein Sprachmodell formuliert daraus eine Antwort, die nur auf diesen Abschnitten beruhen soll. Findet der Dienst keinen ausreichenden Beleg, antwortet die Box, dass sie dazu keine belegte Antwort hat.
- Kundenkonto. Websites anlegen, den Domain-Nachweis führen, Index, Gestaltung und Verhalten der Box einstellen, Mitglieder verwalten, Tarif und Zusatzpakete buchen, Rechnungen abrufen, Daten exportieren.
- Zuschaltbare Funktionen je nach Tarif und Einstellung, insbesondere: Frageanalyse, Push-Schnittstelle und WordPress-Synchronisation, eigener Wortlaut des KI-Hinweises, Produkt- und Dokumentationsbereiche, Aktions- und Supportlinks, Antworttests, Indexfreigabe, gezielte Rückfragen, Belegvorschau, Tiefensuche, Regelberater, Live-API-Daten, Erfolgsmessung mit Vergleichsgruppen, Suchglossar, Gültigkeit und Priorität von Quellen, Antwortdiagnose und Antwortvergleich, Dokumentations-Entwürfe, Agenturvorlagen, öffentlicher MCP-Suchzugang. Für diese Funktionen gilt Ziffer 13.
- Website-Schnellcheck („Website prüfen“) auf answely.com ohne Konto (Ziffer 13.9).
Welche Funktionen tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt vom Tarif und von der Konfiguration des Kunden ab. Den aktuellen Umfang beschreiben Dokumentation und Konto; diese Ziffer beschreibt die Art des Dienstes, keine feste Funktionsliste. Neue Funktionen sind für bestehende Websites ausgeschaltet, bis der Kunde sie einschaltet.
5.2 Bereitstellung als Software as a Service
Der Dienst wird für die Vertragsdauer über das Internet bereitgestellt. Eine Kopie der Server-Software wird weder verkauft noch geliefert noch zur Installation überlassen; der Kunde erwirbt keine Rechte am Quelltext, an der Serversoftware oder an der Infrastruktur. Für das Skript answely.js gilt Ziffer 16.3, für das WordPress-Plugin Ziffer 16.4.
5.3 Die Antwortbox stört Ihre Website nicht
Die Antwortbox ist so gebaut, dass sie die Website des Kunden nicht langsamer oder unbenutzbar macht: Sie lädt asynchron und ergänzt die vorhandene Suche, statt sie zu ersetzen. Ist der Antwort-Dienst nicht erreichbar, ist das Kontingent erschöpft oder ist die Website gesperrt, erscheint die Box nicht, und die normale Suche des Kunden funktioniert weiter. Das ist das gewollte Verhalten und kein Mangel.
5.4 Was der Dienst nicht ist
Das Folgende wird ausdrücklich gesagt, weil ein Missverständnis Folgen hat, die sich nachträglich nicht beheben lassen. Der Dienst ist nicht:
- eine Quelle verlässlicher Auskünfte. Antworten werden von einem Sprachmodell erzeugt und können unvollständig, veraltet oder falsch sein, auch wenn sie mit Quellen versehen sind (Ziffer 17).
- eine Rechts-, Steuer-, Medizin-, Finanz- oder Anlageberatung. Keine Ausgabe des Dienstes stellt eine solche Beratung dar, auch wenn die Website des Kunden solche Themen behandelt.
- eine Zugangskontrolle. Produkt- und Dokumentationsbereiche, Ausschlüsse und Gültigkeitsregeln steuern, welche Quellen eine Antwort nutzt; sie schützen keine vertraulichen Inhalte. Was im öffentlichen Index liegt, kann jeder Besucher erfragen.
- ein Support-Chat oder Mitarbeiter. Die Box beantwortet Fragen aus vorhandenen Inhalten. Sie nimmt keine Aufträge an, führt keine Aktionen aus und übergibt Gespräche nicht an Menschen; Aktions- und Supportlinks öffnen nur Ziele, die der Kunde festgelegt hat (Ziffer 13.3).
- eine Suchmaschine oder ein Ersatz für die Suche des Kunden. Answely ergänzt die vorhandene Suche, ersetzt sie aber nicht.
- ein Compliance-Produkt. Der Einsatz von Answely macht eine Website nicht konform mit der DSGVO, dem ePrivacy-Recht, der KI-Verordnung, dem Barrierefreiheitsrecht oder sonstigem Recht. Unsere Textbausteine und Hinweise erleichtern die eigene Prüfung des Kunden; sie ersetzen sie nicht.
- eine Einwilligungsverwaltung. Der Einwilligungsmodus liest ein Signal, das ein anderes Werkzeug erzeugt hat; die Box zeigt kein Banner und stellt dem Besucher keine Frage (Ziffer 11).
- ein Archiv oder eine Datensicherung der Inhalte des Kunden. Der Index ist eine Arbeitskopie und wird mit der Website gelöscht.
- ein Mittel zur Identifizierung von Personen. Die Box vergibt keine Besucherkennung und setzt keine Cookies.
5.5 KI-Verarbeitung ausschließlich in der EU, kein Training
Sprachmodell und Einbettung laufen ausschließlich auf Servern in der EU, die wir selbst auf eigener Hardware in Łódź, Polen, betreiben. Ein KI-Dienst eines Dritten wird für die Antworten derzeit nicht genutzt. Der Antwort-Dienst startet technisch nur mit KI-Endpunkten, die auf einer Freigabeliste von Servern in der EU stehen; ein Endpunkt außerhalb dieser Liste verhindert den Start. Für einen weiteren KI-Anbieter gilt Ziffer 18.4.
Weder Inhalte der Websites des Kunden noch Fragen noch Antworten noch sonstige Kundendaten werden zum Training oder zur Feinabstimmung (Feintuning) von Modellen verwendet – weder von uns noch von Dritten.
5.6 Weiterentwicklung
Der Dienst wird fortlaufend weiterentwickelt. Wir dürfen Funktionen ergänzen, ändern, ersetzen und entfernen. Vermindert eine Änderung den Funktionsumfang eines Tarifs in seiner Gesamtheit wesentlich, kündigen wir sie mindestens 30 Tage vorher in Textform an; der Kunde kann den betroffenen Tarif zum Wirksamwerden der Änderung kündigen und erhält bereits gezahlte Entgelte für die Zeit danach anteilig zurück. Änderungen, die Funktionen hinzufügen, gesetzlich geboten oder zur Abwehr eines Sicherheitsrisikos erforderlich sind, können sofort wirksam werden. Ein Wechsel des Sprachmodells auf unseren eigenen Servern ist eine Weiterentwicklung im Sinne dieser Ziffer; er ändert nichts an den Zusagen der Ziffer 5.5.
5.7 Als Beta oder Vorschau gekennzeichnete Funktionen
Funktionen, die als Beta, Vorschau, experimentell oder „vorbereitet“ bezeichnet sind, werden zur Erprobung bereitgestellt. Sie können jederzeit ohne Ankündigung entfallen, sich ändern oder Daten verlieren und sind von jeder Verfügbarkeits- und Supportzusage ausgenommen. Für sie haften wir gegenüber Unternehmen nur nach Ziffer 21.4. Derzeit gilt das insbesondere für die geschützten Wissensbereiche (Ziffer 13.8).
6. Konto und Sicherheit
6.1 Ein Konto je Person
Ein Konto gehört einer natürlichen Person, die mit ihrer E-Mail-Adresse und einem Passwort angemeldet ist. Zugangsdaten dürfen nicht geteilt werden; wer mit anderen zusammenarbeitet, lädt sie als Mitglieder in einen Arbeitsbereich ein (Ziffer 7).
6.2 Zugangsdaten und Schlüssel
Der Kunde hat Passwörter, Push-Token und sonstige Zugangsdaten geheim zu halten, nicht weiterzugeben und den Zugang zu entziehen, wenn ein Mitglied ausscheidet. Das Push-Token einer Website wird bei der Erzeugung einmal angezeigt und von uns nur als Hashwert gespeichert; ein verlorenes Token lässt sich nicht wiederherstellen, sondern nur widerrufen und neu erzeugen. Der öffentliche Site-Schlüssel im Einbettungscode (data-site-key) ist kein Geheimnis; er bezeichnet die Website, berechtigt aber zu nichts außer Fragen an deren öffentliche Antwortbox.
Von einem Verdacht auf unbefugten Zugriff hat der Kunde uns unverzüglich unter der Kontaktadresse nach Ziffer 1.1 zu unterrichten. Im Konto sieht er unter „Einstellungen“, wo er angemeldet ist, und kann einzelne Sitzungen beenden.
6.3 Zwei-Faktor-Anmeldung
Kunden können in den Einstellungen eine Zwei-Faktor-Anmeldung mit einer Authenticator-App einschalten; wir empfehlen sie für jeden Eigentümer eines Arbeitsbereichs mit bezahltem Tarif. Für unsere eigenen Administratoren ist sie Pflicht.
6.4 Zugriff durch uns
Für den Support können unsere Administratoren das Konto eines Kunden in einer schreibgeschützten Ansicht sehen („Ansicht als Kunde“). Jeder solche Zugriff wird im Prüfprotokoll erfasst. Wir nutzen ihn nur, um eine Anfrage des Kunden zu bearbeiten, einen Fehler zu beheben oder einen Missbrauch aufzuklären.
7. Arbeitsbereiche, Rollen und Mitglieder
7.1 Rollen
Der Dienst kennt drei Rollen. Der Eigentümer hält den Arbeitsbereich, ist unser Vertragspartner und Verantwortlicher im Sinne des AVV; nur er bucht Tarife und Zusatzpakete. Ein Administrator darf Websites anlegen, einstellen und löschen und Funktionen einschalten. Ein Leser darf ansehen. Das Rollenmodell wird auf unseren Servern durchgesetzt, nicht nur in der Oberfläche.
7.2 Grenzen folgen dem Eigentümer
Die Grenzen eines Arbeitsbereichs (Zahl der Websites, Mitglieder, Seiten im Index, Antworten) richten sich nach dem Tarif seines Eigentümers. Die Zahl der Websites wird über alle Arbeitsbereiche des Eigentümers zusammengezählt.
7.3 Der Kunde steht für seine Mitglieder ein
Der Kunde hat jedes Handeln und Unterlassen seiner Mitglieder und jeder anderen Person, die mit unter seinem Konto ausgegebenen Zugangsdaten oder Token handelt, wie eigenes zu vertreten. Das gilt auch für Personen, denen versehentlich Zugang gewährt wurde, und für solche, deren Zugang nicht rechtzeitig entzogen wurde.
7.4 Einladungen
Ein eingeladener Mensch wird erst Mitglied, wenn er die Einladung annimmt. Dadurch kommt zwischen ihm und uns kein weiterer Vertrag über diesen Arbeitsbereich zustande, und der Vertrag des Kunden bleibt unverändert: Für den Arbeitsbereich gelten Kundenart, Tarif und Preisanzeige des Eigentümers – und Ziffer 32 nur dann, wenn der Eigentümer Verbraucher ist. Mitglieder sehen Name, E-Mail-Adresse und Rolle der übrigen Mitglieder.
7.5 Übergang bei Löschung des Eigentümerkontos
Löscht der Eigentümer sein Konto, werden seine Arbeitsbereiche ohne weitere Mitglieder samt ihren Websites gelöscht. Arbeitsbereiche, in denen weitere Mitglieder arbeiten, gehen auf ein anderes Mitglied über und bleiben bestehen – vorrangig auf den am längsten beteiligten Administrator, sonst auf das am längsten beteiligte Mitglied; dieses wird Eigentümer und damit für diesen Arbeitsbereich unser Vertragspartner und Verantwortlicher. Für den Arbeitsbereich gelten ab dann dessen Kundenart und Tarif – was dazu führen kann, dass Websites über den neuen Grenzen ihre Box verlieren (Ziffer 8.6). Wer als Eigentümer nicht möchte, dass ein Arbeitsbereich übergeht, entfernt vor der Löschung die übrigen Mitglieder oder löscht den Arbeitsbereich selbst.
7.6 Kundenart und Mitgliedschaft in fremden Arbeitsbereichen
Die bei der Registrierung gewählte Kundenart gilt für die Arbeitsbereiche, deren Eigentümer Sie sind, und für die Bestellungen, die Sie für sie aufgeben. Rechte, die Ihnen als Verbraucher zustehen, insbesondere das Widerrufsrecht, beziehen sich auf die Verträge, die Sie selbst schließen; aus der Mitgliedschaft in einem fremden Arbeitsbereich entstehen sie nicht. Wer ein Verbraucherkonto hat, kann deshalb im Arbeitsbereich eines Unternehmens mitarbeiten, und umgekehrt.
7.7 Firmenlogo
Unternehmen können ein Firmenlogo hochladen. Wir nehmen nur Bilddateien an, deren Inhalt tatsächlich ein Bild ist, kodieren sie neu und verkleinern sie; Metadaten wie Aufnahmeort oder Kommentare gehen dabei verloren. Das Logo sehen der Eigentümer, die Mitglieder seiner Arbeitsbereiche und unsere Administratoren; es erscheint außerdem im Kopf der monatlichen Berichte per E-Mail. Der Kunde sichert zu, dass er das Logo verwenden darf.
8. Tarife, Kontingente und angemessene Nutzung
8.1 Der Tarif bestimmt das Geschuldete
Der Dienst wird in den Tarifen Free, Starter, Pro und Business angeboten; ein abweichender Tarif kann im Einzelfall vereinbart werden. Jeder Tarif führt Grenzen für die Zahl der Arbeitsbereiche, der Mitglieder, der Websites, der Seiten im Index und der Antworten je Monat sowie Merkmale, die an ihn gebunden sind. Maßgeblich sind die Grenzen, Merkmale und Preise, die im Zeitpunkt der Bestellung auf der Preisseite und im Konto angezeigt werden. Preise nennen diese Bedingungen bewusst nicht.
An den Tarif gebunden sind derzeit insbesondere:
- im Tarif Free ein schlichter Hinweis „Powered by Answely“ mit Link unter der Box; ab Starter entfällt er;
- ein täglicher Index ab Pro; darunter wöchentlich oder auf Anstoß;
- die Frageanalyse, die Push-Schnittstelle (und damit die WordPress-Synchronisation) und der eigene Wortlaut des KI-Hinweises ab Pro;
- mehrere Arbeitsbereiche und Websites, eine eigene Domain für die Schnittstelle und Vorrang in der Warteschlange des Indexers im Tarif Business.
Vorrang heißt, dass Aufträge eines Business-Kunden vor anderen bearbeitet werden; eine bestimmte Bearbeitungszeit folgt daraus nicht.
8.2 Das Kontingent
Das Kontingent gilt je Website und Kalendermonat in koordinierter Weltzeit (UTC), nicht je Abrechnungszeitraum. Gezählt wird jede ausgelieferte Antwort mit Text, auch eine aus dem Zwischenspeicher und eine redaktionelle Antwort. Nicht gezählt werden die Meldung, dass keine belegte Antwort vorliegt, Fehler, abgewiesene Anfragen, gezielte Rückfragen ohne Antwort und Antworttests. Im Tarif Business teilen sich alle Websites des Kontos ein gemeinsames Kontingent. Die Warnungen nach Ziffer 8.3 beziehen sich dann auf dieses gemeinsame Kontingent; ist es erreicht, blendet der Dienst die Antwortbox auf allen Websites des Kontos aus.
8.3 Warnungen und was an der Grenze geschieht
Wir benachrichtigen den Eigentümer per E-Mail, wenn eine Website ihr Kontingent eines Monats zu 80 % und zu 100 % ausgeschöpft hat, je Stufe und Monat einmal, bei 80 % und bei 100 % des Kontingents; nach dem Kauf eines Zusatzpakets kann die Nachricht bei 100 % für das erhöhte Kontingent erneut kommen. Die Nachricht nennt nur Website und Zahlen, keine Fragen.
Ist das Kontingent erreicht, blendet der Dienst die Antwortbox dieser Website bis zum Ende des Kalendermonats aus; die normale Suche des Kunden funktioniert weiter. Mit dem nächsten Monat beginnt ein neues Kontingent. Überschreitungsentgelte gibt es nicht – der Dienst liefert über das Kontingent hinaus nichts aus und berechnet nichts. Ist der Stand wegen einer Störung bei uns nicht lesbar, behandeln wir das Kontingent als nicht erreicht; dadurch ausgelieferte Antworten über die Grenze hinaus berechnen wir nicht.
Antworten, die wegen eines erreichten Kontingents nicht ausgeliefert wurden, lassen sich nicht nachholen. Die Auslastung zu beobachten erleichtern die Warnungen und die Monatsanzeige im Konto; eine Pflicht, vor dem Erreichen zu warnen, übernehmen wir über die genannten E-Mails hinaus nicht.
8.4 Zusatzpakete
Der Eigentümer kann für eine Website Zusatzpakete zu je 1 000 Antworten hinzubuchen, eines bis zwanzig in einem Kauf. Ein Paket wird gutgeschrieben, sobald die Zahlung bestätigt ist, und gilt im Kalendermonat (UTC), in dem es gutgeschrieben wird, und im folgenden Kalendermonat. Verbraucht wird zuerst das Kontingent des Tarifs, danach die Pakete in der Reihenfolge ihrer Gutschrift. Ein im ersten Monat nicht verbrauchter Rest geht einmal in den Folgemonat über und verfällt mit dessen Ende; der Kaufkasten im Konto nennt diese Geltung. Zusatzpakete sind an die Website gebunden, für die sie gekauft wurden, und gehen mit ihrer Löschung unter; im Tarif Business erhöhen sie das gemeinsame Kontingent des Kontos. Den Preis eines Pakets nennen Preisseite und Bezahlseite (Ziffer 9.1).
Ein Zusatzpaket ist ein eigener Vertrag. Verbraucher haben für ihn ein eigenes Widerrufsrecht (Widerrufsbelehrung).
8.5 Angemessene Nutzung und Überlast
Der Dienst läuft auf geteilter Infrastruktur mit begrenzter KI-Rechenleistung. Der Kunde darf sie nicht in einem Maß belasten, das außer Verhältnis zu seinem Tarif steht – insbesondere nicht durch automatisierte Massenabfragen der Antwortbox oder des MCP-Zugangs, durch Einspielen massenhaft automatisch erzeugter Seiten oder durch Nutzung des Index als allgemeinen Datenspeicher.
Zum Schutz aller Kunden begrenzt der Dienst Anfragen je Absender und lässt bei hoher Last nur so viele Antworten gleichzeitig zu, wie die Server bewältigen. Eine abgewiesene Anfrage wird nicht gezählt; der Besucher sieht dann statt einer Antwort den Hinweis, kurz zu warten, und die Box nimmt erst nach der vom Dienst genannten Wartezeit (höchstens 300 Sekunden) wieder eine Frage an; die Suche des Kunden läuft weiter. Eine bestimmte Zahl gleichzeitig bedienbarer Anfragen sagen wir nicht zu (Ziffer 19.1). Beeinträchtigt die Nutzung eines Kunden den Dienst für andere wesentlich, dürfen wir sie drosseln und teilen ihm Grund und Abhilfe mit; gesperrt wird erst, wenn Drosselung nicht genügt (Ziffer 23).
8.6 Websites über den Grenzen des Tarifs
Hat ein Kunde nach einer Herabstufung, dem Ende eines Abonnements, einem Widerruf oder dem Übergang eines Arbeitsbereichs mehr Websites, als sein Tarif umfasst, wird nichts gelöscht. Die ältesten Websites laufen weiter; die übrigen behalten Index und Einstellungen, ihre Antwortbox wird aber ausgeschaltet und im Konto als „über dem Tarif“ angezeigt, bis der Kunde wieder hochstuft oder Websites löscht. Vor einer Herabstufung weist die Abrechnungsseite darauf hin. Für die Seiten im Index gilt die Seitenzahl des neuen Tarifs: Der nächste fehlerfreie Indexlauf nimmt nur noch so viele Seiten auf und entfernt die übrigen abgerufenen Seiten aus dem Index. Über die Push-Schnittstelle eingespielte Inhalte bleiben, bis der Kunde sie löscht; sie zählen auf die Seitenzahl an, und neue werden nicht angenommen, solange sie überschritten ist.
8.7 Missbrauchsabwehr
Der Antwort-Dienst weist Anfragen mit Missbrauchsmustern selbsttätig ab und begrenzt die Zahl der Anfragen je Absender. Diese Maßnahmen schützen den Dienst und wirken vor jeder vertraglichen Bewertung. Trifft eine Maßnahme die berechtigte Nutzung des Kunden, heben wir sie nach Mitteilung unverzüglich auf. Wir gewährleisten nicht, dass solche Maßnahmen berechtigten Verkehr nie treffen.
9. Entgelte, Steuern, Zahlung, Laufzeit und Tarifwechsel
9.1 Entgelte
Es gelten die für den gewählten Tarif, Abrechnungszeitraum und die gewählte Währung im Zeitpunkt der Bestellung angezeigten Entgelte. Bezahlte Tarife werden monatlich oder jährlich im Voraus für den gesamten Abrechnungszeitraum abgerechnet; bei jährlicher Zahlung kostet ein Jahr zehn Monatsbeträge; zwei Monate sind also frei. Wird mehr als eine Währung angeboten, ist die bei der Bestellung gewählte maßgeblich; während eines laufenden Abonnements lässt sie sich nicht wechseln.
9.2 Zahlungsdienstleister und Zahlungsarten
Die Zahlung wickelt Stripe Payments Europe, Ltd., Dublin, ab. Zahlungsdaten wie Kartennummer oder Kontoverbindung werden auf den Seiten von Stripe eingegeben; wir erhalten und speichern sie nicht. Welche Zahlungsarten angeboten werden, zeigt die Bezahlseite: für Abonnements solche, die wiederkehrend abbuchen können (Karte, SEPA-Lastschrift), für Zusatzpakete zusätzlich, soweit Stripe sie anbietet, BLIK und Przelewy24. Auf das Verhältnis des Kunden zu Stripe finden ergänzend dessen Bedingungen Anwendung. Ist Stripe nicht verfügbar, dürfen wir die Annahme neuer Bestellungen aussetzen.
9.3 Preisanzeige und Umsatzsteuer
Die Stripe-Preise sind Nettopreise. Daraus folgt:
- Unternehmen sehen Preise zuzüglich Umsatzsteuer. Unternehmen in einem anderen EU-Mitgliedstaat als Polen erhalten Rechnungen im Reverse-Charge-Verfahren (Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers), sobald ihre im Konto angegebene USt-IdNr. über VIES bestätigt ist. Unternehmen in Polen zahlen polnische Umsatzsteuer.
- Verbraucher in der EU sehen Bruttopreise mit dem Normalsatz ihres Landes und zahlen die Umsatzsteuer ihres Mitgliedstaats; wir führen sie über das OSS-Verfahren ab.
- Unternehmen außerhalb der EU sehen Preise ohne EU-Umsatzsteuer; eine nach ihrem Recht anfallende Steuer tragen sie.
Den abgebuchten Steuerbetrag berechnet Stripe Tax anhand der Kundenart, des Landes und gegebenenfalls der bestätigten USt-IdNr.; maßgeblich ist der Betrag auf der Bezahlseite und der Rechnung. Eine USt-IdNr. fragt die Bezahlseite nicht ab; sie wird nur aus dem Konto übernommen, nachdem VIES sie bestätigt hat. Für die Richtigkeit seiner Angaben steht der Kunde ein; erweist sich eine USt-IdNr. als ungültig oder erkennt die Finanzverwaltung sie nicht an, hat ein Unternehmen uns Steuer, Zinsen und Zuschläge zu erstatten, die uns deshalb auferlegt werden.
9.4 Rechnungen
Rechnungen stellt Stripe in unserem Namen elektronisch aus; sie stehen im Konto unter „Abrechnung“ bereit. Wir bewahren sie 5 Jahre auf, wie es das polnische Steuerrecht verlangt (Art. 86 der polnischen Abgabenordnung), auch nach einer Kontolöschung. Rechnungen an Unternehmen in Polen übermitteln wir, soweit gesetzlich vorgeschrieben, über das Nationale System für elektronische Rechnungen (Krajowy System e-Faktur, KSeF) – über eine Erweiterung unseres Zahlungsdienstleisters oder von Hand.
9.5 Zahlungsausfall
Schlägt eine Abbuchung fehl, versucht Stripe sie in den folgenden Tagen mehrfach erneut. Wir benachrichtigen den Eigentümer beim ersten und beim letzten Fehlversuch per E-Mail. Solange Stripe noch abbucht, bleibt der Tarif bestehen. Scheitert auch der letzte Versuch, wird das Abonnement beendet, und das Konto fällt in den Tarif Free; es gilt Ziffer 8.6.
Gegenüber Unternehmen können wir bei Verzug die gesetzlichen Verzugszinsen für Handelsgeschäfte und die pauschale Entschädigung für Beitreibungskosten nach dem polnischen Gesetz vom 8. März 2013 über die Bekämpfung übermäßiger Verzögerungen im Handelsverkehr verlangen. Eine Sperre wegen Zahlungsverzugs setzt eine Mahnung in Textform und eine weitere Frist von mindestens sieben Tagen voraus.
Eine Rückbuchung (Chargeback) ohne vorherige Beanstandung bei uns verzögert die Klärung; bitte wenden Sie sich zuerst an uns (Reklamationen).
9.6 Keine Erstattung; Aufrechnung
Gezahlte Entgelte werden nicht erstattet, soweit diese Bedingungen nichts anderes vorsehen oder zwingendes Recht es nicht verlangt – insbesondere nicht für ungenutzte Antworten eines Kontingents oder Zusatzpakets, für einen Zeitraum, in dem der Dienst nicht genutzt wurde, oder bei Kündigung vor Ablauf eines Zeitraums. Das Widerrufsrecht der Verbraucher bleibt unberührt. Unternehmen können nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.
9.7 Einwendungen gegen Rechnungen
Unternehmen haben Einwendungen gegen eine Rechnung binnen 30 Tagen ab Rechnungsdatum in Textform unter Angabe des Grundes zu erheben. Diese Frist ist eine vertragliche Mitwirkungspflicht und soll die Prüfung ermöglichen, solange die zugrunde liegenden Daten noch bestehen; gesetzliche Fristen bleiben unberührt.
9.8 Laufzeit und Verlängerung
Der Tarif Free läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Frist beendet werden; der Kunde beendet ihn, indem er sein Konto löscht. Ein bezahlter Tarif läuft für den gewählten Abrechnungszeitraum und verlängert sich automatisch um einen weiteren Zeitraum gleicher Länge, sofern er nicht vorher gekündigt wird.
9.9 Kündigung durch den Kunden
Der Kunde kann ein bezahltes Abonnement jederzeit im Konto unter „Abrechnung“ zum Ende des laufenden, bereits bezahlten Zeitraums kündigen. Bis dahin bleibt alles, wie es ist; Kontingent, Grenzen und Merkmale des bezahlten Tarifs gelten bis zum letzten Tag. Bis zu diesem Zeitpunkt kann er die Kündigung zurücknehmen („Abo fortsetzen“). Mit dem Ende fällt das Konto in den Tarif Free; Index, Einstellungen und Daten bleiben erhalten, es gilt Ziffer 8.6.
Anbieterwechsel (Data Act). Unabhängig vom bereits bezahlten Zeitraum kann der Kunde ein bezahltes Abonnement für einen Wechsel zu einem anderen Anbieter oder zu eigenen Systemen mit einer Frist von höchstens zwei Monaten kündigen (Art. 25 Abs. 2 Buchst. a der Verordnung (EU) 2023/2854). Im Konto unter „Abrechnung“ ist das die Wahl „Für einen Anbieterwechsel kündigen“; sie erscheint, wann immer das Abonnement sonst später als zwei Monate nach der Erklärung enden würde, insbesondere bei jährlicher Zahlung. Das Abonnement endet dann zwei Monate nach der Erklärung – am selben Kalendertag, oder am letzten Tag des Monats, wenn es diesen Tag nicht gibt – oder mit Ablauf des bereits bezahlten Zeitraums, wenn dieser früher liegt. Bis dahin bleibt alles nutzbar, auch der Export (Ziffer 24.1), und der Kunde kann die Kündigung zurücknehmen. Wir bestätigen die Kündigung per E-Mail. Endet das Abonnement dadurch vor dem Ende des bereits bezahlten Zeitraums, erstatten wir das im Voraus Gezahlte für die Zeit danach anteilig; insoweit gilt Ziffer 9.6 nicht. Dasselbe gilt, wenn ein bezahltes Abonnement vor dem Ende des bereits bezahlten Zeitraums endet, weil der Kunde sein Konto löscht (Ziffer 9.12). Wir behalten uns vor, diese Regelung für künftige Abrechnungszeiträume mit einer Änderung dieser Bedingungen anzupassen (Ziffer 27), soweit zwingendes Recht nicht entgegensteht. Entgelte für den Wechsel berechnen wir nicht, auch nicht für einen Übergangszeitraum nach Art. 25 der Verordnung; in diesem läuft der bisherige Tarif ohne weiteres Entgelt weiter (Einzelheiten auf der Seite Data Act).
9.10 Tarifwechsel
- Höherstufung (höherer Tarif oder Wechsel von monatlicher zu jährlicher Zahlung): wirkt sofort. Den anteiligen Unterschied für den Rest des Zeitraums berechnet Stripe gleich; der neue Tarif gilt, sobald diese Zahlung eingegangen ist. Eine geplante Herabstufung oder eine Kündigung wird dadurch aufgehoben.
- Herabstufung (niedrigerer Tarif oder Wechsel von jährlicher zu monatlicher Zahlung): wirkt zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums. Bis dahin gelten der bisherige Tarif, sein Kontingent und seine Grenzen. Eine anteilige Erstattung oder Verrechnung findet nicht statt. Bis zum Stichtag kann der Kunde den Wechsel im Konto zurücknehmen; eine Kündigung ersetzt einen geplanten Wechsel, und ein neu gewählter Tarif nimmt eine Kündigung zurück.
Den Tarif wechselt der Kunde auf der Abrechnungsseite im Konto, nicht im Kundenportal von Stripe.
9.11 Außerordentliche Kündigung
Beide Parteien können aus wichtigem Grund fristlos kündigen. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor, wenn der Kunde wesentlich gegen die Ziffern 10, 11, 12 oder 13 verstößt und den Verstoß nicht innerhalb einer in Textform gesetzten angemessenen Frist beseitigt; ist der Verstoß nicht behebbar, besteht er in einer unrechtmäßigen Verarbeitung personenbezogener Daten oder würde ein Zuwarten uns oder Besucher ernstlich gefährden, bedarf es keiner Frist.
9.12 Löschung des Kontos bei laufendem Abonnement
Löscht der Kunde sein Konto, während ein bezahltes Abonnement läuft, beenden wir das Abonnement bei Stripe sofort. Das im Voraus Gezahlte für den restlichen bezahlten Zeitraum erstatten wir anteilig auf das ursprüngliche Zahlungsmittel; insoweit gilt Ziffer 9.6 nicht. Ein Verbraucher, der innerhalb der Widerrufsfrist löscht, kann stattdessen vorher widerrufen und erhält dann derzeit den vollen Betrag zurück (Ziffer 32.8). Wir behalten uns vor, diese Regelung für künftige Abrechnungszeiträume mit einer Änderung dieser Bedingungen anzupassen (Ziffer 27), soweit zwingendes Recht nicht entgegensteht. Die Löschung lässt sich nicht rückgängig machen (Ziffer 24.2).
9.13 Preisänderungen
Wir dürfen die Entgelte für künftige Abrechnungszeiträume ändern. Eine Erhöhung für ein laufendes Abonnement kündigen wir mindestens 30 Tage vor ihrem Wirksamwerden per E-Mail an. Sie gilt frühestens ab dem ersten Abrechnungszeitraum, der nach Ablauf dieser Frist beginnt; für einen bereits bezahlten Zeitraum gilt sie nie. Der Kunde kann das Abonnement bis zum Wirksamwerden zum Ende des laufenden Zeitraums kündigen. Die Ankündigung nennt das neue Entgelt, den Zeitpunkt seines Wirksamwerdens und dieses Kündigungsrecht. Preissenkungen und Änderungen für neue Bestellungen gelten ohne Ankündigung. Ändert sich der gesetzliche Umsatzsteuersatz, ändert sich der Steuerbetrag entsprechend; das ist keine Preisänderung im Sinne dieser Ziffer.
10. Pflichten und Zusicherungen des Kunden
10.1 Die grundsätzliche Rollenverteilung
Answely liefert ein Werkzeug. Auf welcher Website die Box arbeitet, welche Inhalte im Index liegen, welche Funktionen eingeschaltet sind, ob Antworten gespeichert werden und auf welcher Rechtsgrundlage, bestimmt der Kunde. Für die Verarbeitung der Daten seiner Besucher ist der Kunde der Verantwortliche, Answely sein Auftragsverarbeiter. Das bildet ab, wer entscheidet: Wir sehen weder die Datenschutzerklärung noch das Einwilligungsbanner des Kunden und wissen nicht, welche seiner Seiten personenbezogene Daten zeigen.
10.2 Zusicherungen des Kunden
Der Kunde sichert für die gesamte Vertragsdauer zu, dass
- er jede Website, auf der er Answely einbindet, innehat oder sonst beherrscht und zur Einbindung befugt ist;
- er an den Inhalten, die der Dienst indexiert oder die er einspielt, die Rechte hat, sie für Antworten an jeden Besucher verwenden zu lassen;
- im Index nur Inhalte liegen, die öffentlich beantwortet werden dürfen – er also keine vertraulichen Inhalte, keine Geschäftsgeheimnisse Dritter und keine personenbezogenen Daten in den Index bringt, deren öffentliche Wiedergabe unzulässig wäre;
- er keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten im Sinne des Art. 9 DSGVO, keine Daten über strafrechtliche Verurteilungen (Art. 10 DSGVO), keine Zugangsdaten und keine Zahlungsdaten über die Push-Schnittstelle, das WordPress-Plugin, Prüffragen, Glossar, Regeln oder sonstige Einstellungen einspielt;
- er die Besucher seiner Website in seiner Datenschutzerklärung über die Antwortbox und die eingeschalteten Funktionen informiert und, wo das für ihn geltende Recht es verlangt, eine Einwilligung einholt (Ziffer 11);
- die Inhalte seiner Website rechtmäßig sind und keine Rechte Dritter verletzen;
- er alle für ihn geltenden Gesetze einhält, insbesondere das Datenschutz-, Verbraucherschutz-, Urheber- und Wettbewerbsrecht sowie die Pflichten eines Betreibers nach der KI-Verordnung.
10.3 Inhalte im Index
Der Kunde ist für die Inhalte seiner Website verantwortlich, einschließlich personenbezogener Daten auf öffentlich erreichbaren Seiten. Er schließt Seiten, Pfade und Seitenbereiche aus, die nicht beantwortet werden sollen – im Konto oder mit data-answely-ignore –, und hält die Ausschlüsse aktuell. Was auf einer öffentlichen Seite steht, kann in einer Antwort erscheinen, auch wenn es dort leicht zu übersehen ist. Erfährt der Kunde, dass eine Antwort Inhalte wiedergibt, die nicht öffentlich sein sollten, entfernt er sie von der Website oder schließt sie aus und stößt einen neuen Indexlauf an; ist die Antwort gespeichert, löscht der Zwischenspeicher sie spätestens nach seiner festen Frist, schneller durch das Ausschalten von „Antwort-Cache erlauben“.
10.4 Einsatz für Websites Dritter (Agenturen)
Eine Agentur, ein Entwickler oder ein sonstiger Dienstleister darf den Dienst für Websites eines Dritten nur nutzen, wenn er dazu befugt ist und sichergestellt hat, dass der Dritte die Pflichten der Ziffern 10, 11 und 12 erfüllt. Der Kunde bleibt in diesem Fall unser alleiniger Vertragspartner und hat für den Dritten wie für sich selbst einzustehen; er sorgt dafür, dass zwischen ihm und dem Dritten eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung besteht, die ihn berechtigt, uns Weisungen zu erteilen. Für Agenturvorlagen gilt Ziffer 13.7.
10.5 Domain-Nachweis
Eine Website kann der Kunde nur nutzen, wenn er nachweist, dass er über die Domain verfügt. Dafür gibt es drei Wege mit einem Token je Website: ein Meta-Tag answely-verification auf der Startseite, ein DNS-TXT-Eintrag answely-verification=… auf _answely. vor der Domain oder auf der Domain selbst, oder eine Datei /.well-known/answely.txt mit dem Token. Erst nach dem Nachweis ruft der Dienst Seiten dieser Domain ab, und nur Hosts unter dieser Domain lassen sich der Website zuordnen. Vom Inhalt der geprüften Seite speichern wir nichts.
Zwei Konten können dieselbe Domain eintragen; einen Index und eine laufende Box bekommt nur, wer den Nachweis führt. Der Nachweis wird regelmäßig erneut geprüft. Ein einzelner misslungener Versuch nimmt ihn nicht weg; schlägt er 14 Tage lang fehl, gilt er als verloren: Der Indexer hält an und der Dienst schaltet die Antwortbox dieser Website ab, bis der Nachweis wieder gelingt. Die 14 Tage überbrücken Umbauten und kurze Ausfälle beim Kunden. Den Nachweis entfernt der Kunde erst, wenn er die Website bei uns gelöscht hat.
Das ist keine Förmlichkeit. Ziffer 12 untersagt die Einbindung auf einer Website, die der Kunde weder betreibt noch betreiben darf; ohne Nachweis könnte jeder die Inhalte fremder Websites in eine Antwortbox laden und unter fremdem Namen beantworten lassen.
10.6 Mitwirkung
Der Kunde erbringt die für die Leistung billigerweise erforderlichen Mitwirkungshandlungen, insbesondere die richtige Einbindung des Skripts, eine für den Indexer erreichbare Website, die Pflege von Ausschlüssen und die zügige Beantwortung von Rückfragen zu einem vermuteten Verstoß. Sind wir durch unterbliebene Mitwirkung an der Leistung gehindert, geraten wir nicht in Verzug.
11. Einbindung des Skripts und Einwilligung
11.1 Was die Box ohne Einwilligungsmodus tut
Das Skript answely.js setzt keine Cookies, vergibt keine Besucherkennung und lädt keine Inhalte Dritter. Es sendet eine Eingabe nur, wenn der Besucher eine Frage stellt, und legt nur bei eingeschaltetem „Antwort-Cache erlauben“ etwas im sessionStorage des Browsers ab: die Einstellungen der Box für 5 Minuten, bei Websites, die über reactive.chat angebunden sind, zusätzlich Antworten für 10 Minuten; bei ausgeschaltetem „Antwort-Cache erlauben“ und bei geschützten Wissensbereichen nichts. Welche Daten dabei fließen und wie lange sie gespeichert werden, beschreiben die Datenschutzerklärung (Teil C) und der AVV.
11.2 Ob eine Einwilligung nötig ist, entscheidet der Kunde
Ob der Einsatz der Antwortbox auf seiner Website eine Einwilligung der Besucher voraussetzt, beurteilt der Kunde nach dem für ihn geltenden Recht. Wir geben dazu keine Rechtsberatung. Den Zugriff auf den Browserspeicher, die Übermittlung der Frage und die Rechtsgrundlage der Verarbeitung muss die Datenschutzerklärung des Kunden erfassen; unser Textbaustein hilft dabei.
11.3 Der Einwilligungsmodus
Schaltet der Kunde den Einwilligungsmodus ein, enthält der Einbettungscode das Attribut data-consent="required"; der Kunde muss den geänderten Code auf seiner Website einsetzen. Mit diesem Attribut sendet die Box vor der Zustimmung des Besuchers keine einzige Anfrage an Answely und greift nicht auf den Browserspeicher zu. Verwendet der Kunde weiter den alten Code, ruft die Box zuerst ihre Einstellungen ab, legt sie bei eingeschaltetem „Antwort-Cache erlauben“ im sessionStorage ab und sendet danach bis zur Zustimmung keine Frage. Als Zustimmung erkennt sie, in dieser Reihenfolge: einen Aufruf Answely('zustimmung', true) der Seite, ein Signal nach dem IAB Transparency and Consent Framework (Zweck 1) und den Zustand eines Banners von consented.eu. Ein späteres Nein beendet jede weitere Anfrage, bricht offene ab, schließt die Box und leert ihren Speicher im Browser.
Answely zeigt kein Banner, formuliert die Frage nicht und prüft weder die Wirksamkeit der eingeholten Einwilligung noch, ob das Einwilligungswerkzeug des Kunden richtig eingerichtet ist. Ist es falsch eingerichtet, ist die übliche Folge, dass die Box nicht erscheint. Das ist das gewollte Verhalten und kein Mangel. Für Erfolgsmeldungen und Bewertungen gilt dieselbe Einwilligungsregel.
11.4 Unveränderte Einbindung
Der Kunde bindet das Skript in der Form ein, die das Konto im Reiter „Einbettung“ zeigt, und lädt es von unserer Adresse. Er darf es nicht verändern, nicht selbst ausliefern und seine Funktionen nicht so umhüllen, dass Kennzeichnung, Quellenlinks oder Einwilligungsprüfung umgangen werden (Ziffern 5 und 16.3). Gestaltung, Farben und Texte stellt er im Konto ein.
11.5 Folgen eines Verstoßes
Verstößt der Kunde gegen diese Ziffer, können wir die betroffene Website nach Ziffer 23 sperren und bei schwerem oder wiederholtem Verstoß nach Ziffer 9.11 kündigen. Die Freistellung nach Ziffer 22 gilt für Ansprüche, Verfahren und Geldbußen aus einem Verstoß gegen diese Ziffer.
12. Zulässige Nutzung
Der Kunde darf nicht und darf keinem Mitglied und keinem Dritten gestatten,
- Answely auf einer Website einzubinden oder für eine Domain einen Nachweis zu führen, über die er nicht verfügen darf;
- die Inhalte fremder Websites ohne deren Erlaubnis über Push, WordPress-Synchronisation oder auf anderem Weg in den Index zu bringen;
- den Dienst zu nutzen, um rechtswidrige Inhalte, Schadsoftware, Täuschungen oder Inhalte zu verbreiten, deren Verbreitung rechtswidrig ist;
- die Box so zu gestalten oder einzubetten, dass Besucher sie für eine menschliche Auskunft halten oder den KI-Charakter der Antworten nicht erkennen;
- redaktionelle Antworten, Regeln, Aktionslinks oder Live-Daten so einzurichten, dass sie Besucher irreführen, etwa über Preise, Eigenschaften, Rechte oder Pflichten;
- den Dienst für Entscheidungen einzusetzen, die einer natürlichen Person gegenüber rechtliche Wirkung entfalten oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigen (Art. 22 DSGVO), oder für einen Einsatz, den die KI-Verordnung verbietet oder als hochriskant einstuft, ohne die dort vorgeschriebenen Pflichten zu erfüllen;
- Tarifgrenzen, Kontingente, Drosseln, Missbrauchsabwehr, Authentifizierung, den Domain-Nachweis oder das Rollenmodell zu umgehen, auch nicht durch Anlage mehrerer Konten zu diesem Zweck;
- die Antwortbox, den MCP-Zugang oder den Website-Schnellcheck automatisiert in einem Umfang abzufragen, der über eine gewöhnliche Nutzung hinausgeht, oder ihre Ausgaben massenhaft abzugreifen;
- den Dienst zurückzuentwickeln, zu dekompilieren oder zu disassemblieren, außer soweit zwingendes Recht dies erlaubt;
- die Sicherheit des Dienstes zu sondieren, zu scannen oder zu testen, Penetrations- oder Lasttests durchzuführen, jeweils ohne unsere vorherige Erlaubnis in Textform;
- den Dienst, seine Ausgaben oder seine Dokumentation zu nutzen, um ein Konkurrenzprodukt zu entwickeln oder ein maschinelles Lernmodell zu trainieren oder zu verbessern;
- den Dienst weiterzuverkaufen oder Dritten als eigene Leistung anzubieten, außer im Rahmen der Ziffer 10.4;
- Schutzrechtsvermerke oder die KI-Kennzeichnung zu entfernen, zu verdecken oder zu ändern, außer über die dafür vorgesehene Einstellung (Ziffer 17.3);
- den Dienst entgegen Ziffer 1.5 zu nutzen.
Wir überwachen die Inhalte und die Nutzung des Kunden nicht auf die Einhaltung dieser Ziffer und übernehmen keine solche Pflicht. Erlangen wir Kenntnis von einem Verstoß, gelten die Ziffern 23 und 25.
13. Zuschaltbare Funktionen
13.1 Grundsatz
Die Funktionen dieser Ziffer sind je Website zuschaltbar und für neue Websites ausgeschaltet. Der Kunde schaltet sie im Konto ein, wenn sein Tarif sie umfasst, und kann sie jederzeit wieder ausschalten. Mit dem Einschalten bestimmt er, dass die jeweils beschriebenen Daten verarbeitet werden; er prüft vorher, ob seine Datenschutzerklärung und gegebenenfalls sein Einwilligungsbanner das abdecken. Was jede Funktion speichert und wie lange, beschreiben der AVV und die Datenschutzerklärung; diese Ziffer regelt, was wir leisten und wofür der Kunde verantwortlich ist.
13.2 Antwort-Cache, Frageanalyse und Wissenslücken-Bericht
Der Schalter „Antwort-Cache erlauben“ im Konto legt Antworten für kurze Zeit in einem Zwischenspeicher ab, damit eine wiederholte Frage nicht neu berechnet wird. Die Frageanalyse (ab Pro, nur zusammen mit „Antwort-Cache erlauben“) zeigt dem Kunden, was Besucher wissen wollen und wo seine Inhalte keine Antwort liefern; er sieht nur Gruppen ähnlicher Fragen ab 2 Fragen, nie einzelne Fragen, und personenbezogene Muster werden vor dem Speichern unkenntlich gemacht. Die Einträge der Frageanalyse werden nach 90 Tagen gelöscht.
Auf Wunsch erhält der Eigentümer einmal im Monat einen Wissenslücken-Bericht per E-Mail, der ebenfalls nur Gruppen enthält. Er wird über unseren E-Mail-Anbieter Namecheap Private Email (Namecheap, Inc., USA) versandt; die maskierten Gruppentexte darin verlassen damit die EU, auf Grundlage der EU-Standardvertragsklauseln (AVV, Abschnitt 8). Der Kunde schaltet den Bericht nur ein, wenn er das für vertretbar hält. Die Maskierung erkennt typische Muster wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Kontonummern, aber nicht jede personenbezogene Angabe, die ein Besucher eintippt; der Kunde behandelt die Frageanalyse deshalb als möglicherweise personenbezogen und gibt sie nicht unbedacht weiter.
13.3 Bereiche, Aktions- und Supportlinks
Produkt- und Dokumentationsbereiche (bis zu zehn je Website) begrenzen die Suche auf benannte Pfade der bestätigten Hosts. Sie sind keine Zugangskontrolle (Ziffer 5.4).
Aktions- und Supportlinks legt der Kunde fest: Ziele, Titel und passende Suchbegriffe. Nach einer belegten Antwort zeigt die Box höchstens drei solcher Links; bei fehlender Antwort einen Supportlink und eine Schaltfläche, mit der der Besucher Frage, Verlauf und Quellen in seinem eigenen Browser kopieren kann. Das Sprachmodell erzeugt keine Links und führt keine Aktionen aus; Answely hängt weder Frage noch Verlauf an die Zieladresse an. Für das Ziel und die Verarbeitung dort ist der Kunde oder der Betreiber des Ziels verantwortlich. Der Kunde stellt sicher, dass seine Links nicht irreführen und auf Ziele führen, die er verantworten kann.
13.4 Push-Schnittstelle und WordPress-Synchronisation
Ab Pro kann der Kunde Inhalte über die Push-Schnittstelle direkt in den Index einspielen, etwa aus einem Redaktionssystem oder über unser WordPress-Plugin. Die Schnittstelle nimmt nur Adressen auf Hosts mit Domain-Nachweis an; jede Website hat ein eigenes Token, das wir nur als Hashwert speichern und das der Kunde jederzeit widerrufen kann.
Der Kunde spielt über Push und WordPress-Synchronisation nur Inhalte ein, die er öffentlich beantworten lassen darf. Eingespielte Inhalte behandelt der Dienst wie öffentliche Seiten: Jeder Besucher kann sie erfragen, und die Box kann sie in einer Antwort wiedergeben und als Quelle verlinken. Besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO), Daten über Straftaten (Art. 10 DSGVO), Zugangsdaten, Zahlungsdaten, interne Dokumente und Inhalte hinter einer Anmeldung gehören nicht dazu. Wer nicht öffentliche Inhalte beantworten lassen will, braucht dafür die geschützten Wissensbereiche (Ziffer 13.8) und darf sie bis zu deren Freigabe nicht einspielen.
Das WordPress-Plugin überträgt nach ausdrücklichem Einschalten nur veröffentlichte, öffentliche Inhalte, deren Änderungen und Rückzüge; das Token liegt nur in der Datei wp-config.php der WordPress-Installation. Mitgliederbereiche, passwortgeschützte Beiträge und Seiten mit noindex klärt der Kunde vor dem Einschalten. Eine angenommene Übertragung ist noch kein Nachweis, dass der Inhalt im aktiven Index steht. Vor der Deinstallation des Plugins arbeitet der Kunde die Löschaufträge ab oder löscht die Inhalte im Konto.
13.5 Antworttests und Indexfreigabe
Der Kunde kann bis zu zehn öffentliche Prüffragen je Website mit erwarteten Stichwörtern, Quellen oder erwarteter Ablehnung hinterlegen. Der Dienst stellt sie nach Index- oder Konfigurationsänderungen und auf Anstoß und berichtet, ob die Erwartungen erfüllt sind; Berichte enthalten keine Frage- oder Antworttexte und werden höchstens 30 Tage aufbewahrt. Prüffragen enthalten keine personenbezogenen oder vertraulichen Angaben. Ein bestandener Test belegt nur, dass die festgelegten Stichwörter oder Quellen vorkamen; er belegt nicht, dass eine Antwort fachlich richtig ist.
Mit der Indexfreigabe läuft ein neuer Indexstand zunächst als Kandidat und wird erst aktiv, wenn der Abruf vollständig war und die Prüffragen bestanden sind; der vorherige Stand bleibt für einen Rückwechsel erhalten. Dafür hält der Dienst bis zu zwei weitere Kopien der öffentlichen Inhalte vor; der vorherige Stand bleibt bis zur nächsten Freigabe oder bis zur Löschung der Website bestehen. Entfernte Seiten und Löschungen über Push werden auch aus den Kopien entfernt und warten nicht auf die Prüfung. Eine gescheiterte Freigabe lässt den bisherigen Stand aktiv.
13.6 Rückfragen, Belegvorschau, Tiefensuche, Regelberater und Live-Daten
- Gezielte Rückfragen und Regelberater zeigen Fragen, Auswahlmöglichkeiten und Empfehlungen, die der Kunde selbst formuliert und freigibt. Der Dienst erfindet keine Empfehlung; bei unvollständiger Auswahl oder mehreren passenden Regeln gibt er keine. Für den Inhalt der Regeln und Empfehlungen ist der Kunde verantwortlich.
- Belegvorschau und Tiefensuche zeigen die tatsächlich verwendeten Abschnitte samt Abrufzeitpunkt bzw. ziehen auf ausdrücklichen Wunsch des Besuchers benachbarte Abschnitte derselben Website hinzu (höchstens acht Auszüge). Der Abrufzeitpunkt ist kein Veröffentlichungsdatum.
- Live-API-Daten ruft der Dienst von höchstens zwei festen, öffentlichen HTTPS-JSON-Endpunkten des Kunden auf bestätigten Hosts ab, ohne Zugangsdaten und ohne Frage, Adresse oder Kennung des Besuchers. Der Kunde stellt sicher, dass ein solcher Endpunkt nur Werte liefert, die öffentlich sein dürfen, und dass sie stimmen; ist der Endpunkt nicht erreichbar, zeigt die Box den Wert als nicht verfügbar. Für die Richtigkeit von Live-Werten übernehmen wir keine Gewähr.
13.7 Agenturvorlagen, Antwortdiagnose, Antwortvergleich und Entwürfe
Agenturvorlagen übertragen freigegebene Gestaltungs- und Antworteinstellungen sowie das Glossar zwischen Websites desselben Arbeitsbereichs, nach einer Vorschau und nur durch berechtigte Mitglieder. Rechte, Token und Anschlüsse werden nie übertragen. Wer Vorlagen für mehrere Endkunden nutzt, achtet darauf, dass keine Inhalte eines Endkunden in die Einstellungen eines anderen gelangen.
Antwortdiagnose und Antwortvergleich zeigen berechtigten Mitgliedern im Konto, wie eine Antwort zustande kam oder wie ein neuer Stand antworten würde. Die Ergebnisse liegen nur im Arbeitsspeicher und verfallen höchstens 15 Minuten nach Abschluss. Der Dokumentations-Entwurf stellt aus vorhandenen Passagen einen Entwurf zusammen, der nur im Browser bleibt; veröffentlicht wird nichts. Ob ein Entwurf fachlich richtig ist, prüft der Kunde, bevor er ihn auf seiner Website veröffentlicht.
13.8 Geschützte Wissensbereiche (vorbereitet)
Für nicht öffentliche Inhalte – etwa einen Kundenbereich oder eine interne Dokumentation – ist eine Prüfung von Zugriffstoken eines Identitätsanbieters des Kunden technisch vorbereitet: Der Dienst prüft das Token selbst, speichert dessen Angaben nicht, gibt sie nicht an das Sprachmodell weiter und legt für geschützte Antworten keinen Zwischenspeicher an. Diese Funktion ist noch für keinen Kunden freigegeben. Bis zur Freigabe gilt: Nicht öffentliche Inhalte dürfen nicht in den Index.
Wird die Funktion für einen Kunden freigegeben, bleibt er dafür verantwortlich, welche Inhalte er welchen Gruppen zuordnet, dass sein Identitätsanbieter Token nur an Berechtigte ausgibt, und für Anmeldung, Abmeldung und das Entfernen bereits angezeigter Antworten auf seiner Website. Ein geschützter Bestand lässt sich nicht nachträglich öffentlich schalten; dafür ist eine neue Website anzulegen. Vor der Freigabe sind die Bedingungen für vertrauliche Quellen gesondert zu vereinbaren.
13.9 Website-Schnellcheck („Website prüfen“)
Der Schnellcheck auf answely.com prüft ohne Konto, wie Answely auf einer öffentlichen Website antworten könnte. Er ruft höchstens drei öffentlich erreichbare HTML-Seiten der angegebenen HTTPS-Adresse ab, beachtet robots.txt und noindex, legt die Stichprobe nicht dauerhaft ab und beantwortet auf Wunsch eine Beispielfrage. Wer den Schnellcheck nutzt, gibt nur Adressen ein, deren Prüfung er verantworten kann, und keine vertraulichen Angaben. Das Ergebnis ist eine Stichprobe, keine Zusage, wie der Dienst auf der ganzen Website antworten würde, und keine Prüfung der Website im Übrigen (Ziffer 3.3). Der Schnellcheck ist begrenzt und kann bei hoher Last abgelehnt werden.
13.10 Öffentlicher MCP-Suchzugang
Der Kunde kann für eine bestätigte Website einen öffentlichen Zugang nach dem Model Context Protocol einschalten. Er bietet KI-Anwendungen Dritter eine reine Textsuche im öffentlichen Index – ohne Sprachmodell, ohne Schreibzugriff und mit höchstens fünf Auszügen je Abruf. Der Zugang ist öffentlich: Jeder kann ihn ohne Anmeldung nutzen, und die gelieferten Auszüge verarbeitet die anfragende Anwendung in eigener Verantwortung. Der Kunde schaltet ihn nur ein, wenn alle Inhalte des Index für jedermann bestimmt sind. Was eine fremde KI-Anwendung mit den Auszügen tut, entzieht sich unserem Einfluss (Ziffer 18).
13.11 Erfolgsmessung und Vergleichsgruppen
Mit der Erfolgsmessung können Besucher eine Antwort als hilfreich oder nicht hilfreich bewerten, und der Kunde kann ein eigenes Ziel melden, etwa eine abgeschlossene Terminbuchung. Gezählt werden nur Summen je Vergleichsgruppe; Profile entstehen nicht, Cookies werden nicht gesetzt, und Fragen, Antworten oder Seitenadressen fließen nicht in die Auswertung. Die Einwilligungsregel der Ziffer 11 gilt auch hier. Eine Vergleichsgruppe zeigt Unterschiede in den gemeldeten Zahlen; ob sie statistisch belastbar sind oder Supportanfragen einsparen, sagen wir nicht zu. Ein Ziel meldet der Kunde nur, wenn es tatsächlich erreicht wurde.
13.12 Glossar, Gültigkeit, Priorität und redaktionelle Antworten
Mit Glossar, Gültigkeitszeiträumen und Prioritäten steuert der Kunde, welche Quellen bevorzugt oder ausgeschlossen werden. Mit redaktionellen Antworten legt er für bestimmte Fragen eine eigene Antwort fest, die die Box ohne Sprachmodell ausliefert. Redaktionelle Antworten sind Inhalte des Kunden; er verantwortet sie wie jeden anderen Inhalt seiner Website. Auch eine redaktionelle Antwort zeigt die Box mit derselben Kennzeichnung nach Ziffer 17.2 wie jede andere Antwort; eine eigene Kennzeichnung für redaktionelle Antworten gibt es nicht.
14. Datenschutz
14.1 Rollen
Für Kundendaten ist der Kunde Verantwortlicher und Answely Auftragsverarbeiter. Diese Verarbeitung regelt der AVV, der zusammen mit diesen Bedingungen geschlossen wird und ihnen in allen Datenschutzfragen vorgeht. Für Kontodaten, die Website answely.com, den Website-Schnellcheck und die eigene Demo in der Dokumentation ist Answely Verantwortlicher; insoweit gilt die Datenschutzerklärung.
14.2 Wo die Daten verarbeitet werden
Der Dienst läuft auf eigener Hardware in Łódź, Polen: Website, Konto, Antwort-Dienst, Datenbanken und Redis auf einem eigenen Server, Sprachmodelle und Einbettung auf eigenen KI-Rechnern im selben internen Netz. Einen Hosting-Anbieter setzen wir nicht ein. Eine verschlüsselte Kopie aller Datenbanken lagern wir nachts bei Google Cloud Storage in der Region europe-central2 (Warschau) aus; die Daten werden vor der Übertragung auf unserem Server verschlüsselt, einschließlich Datei- und Verzeichnisnamen, und der Schlüssel verlässt unseren Server nicht. Vor der Übertragung liegt jede Tageskopie unverschlüsselt höchstens 8 Tage auf einem Datenträger an unserem Server in Łódź. Zahlungen verarbeitet Stripe nur für Kunden, nie für Besucher. E-Mails an Kunden, einschließlich des Wissenslücken-Berichts, und eingehende E-Mails an Adressen unter @answely.com laufen über Namecheap Private Email (USA, EU-Standardvertragsklauseln). Fragen und Antworten aus der Antwortbox und andere Daten von Besuchern verlassen die EU nicht; einzige Ausnahme sind die maskierten Gruppentexte im Wissenslücken-Bericht, wenn der Kunde ihn einschaltet (Ziffer 13.2).
14.3 Sicherheit und Unterauftragsverarbeiter
Die getroffenen Maßnahmen beschreiben die Technischen und organisatorischen Maßnahmen, die Vertragsbestandteil sind. Der Kunde erteilt die allgemeine Genehmigung zum Einsatz von Unterauftragsverarbeitern; die aktuelle Liste mit Zweck, Datenkategorien und Verarbeitungsort steht unter Unterauftragsverarbeiter. Änderungen teilen wir 30 Tage vorher mit; der Kunde kann ihnen nach Maßgabe des AVV widersprechen. Lässt sich ein solcher Widerspruch nicht ausräumen, kann der Kunde die betroffene Leistung zum Zeitpunkt der Änderung kündigen; bereits bezahlte Entgelte für die Zeit danach erstatten wir anteilig (AVV, Ziffer 8.2). Insoweit gilt Ziffer 9.6 nicht. Verschlüsselung ist eine technische Maßnahme und ersetzt den von Art. 28 Abs. 3 DSGVO verlangten Vertrag mit einem Unterauftragsverarbeiter nicht. Eine Verschlüsselung der Datenbanken im Ruhezustand auf unserem eigenen Server besteht derzeit nicht; der Schutz beruht dort auf Zugangskontrolle und Netztrennung.
14.4 Unterstützung und ihre Grenzen
Wir unterstützen den Kunden bei der Beantwortung von Anfragen seiner Besucher und bei der Erfüllung seiner Pflichten aus den Art. 32 bis 36 DSGVO. Eine Grenze wird offen benannt: Die Antwortbox vergibt keine Besucherkennung, und gespeicherte Daten enthalten keine vollständige IP-Adresse. Wir können deshalb meist nicht feststellen, welche Frage von welcher Person stammt. Je genauer sich eine Anfrage eingrenzen lässt – Website, Tag, Wortlaut der Frage –, desto eher lässt sie sich erfüllen. Geht die Unterstützung wesentlich über das hinaus, was Art. 28 Abs. 3 DSGVO verlangt, können wir sie nach vorheriger Ankündigung zu angemessenen Sätzen berechnen.
14.5 An uns gerichtete Anfragen von Besuchern
Wendet sich ein Besucher wegen einer Website des Kunden unmittelbar an uns, antworten wir nicht in der Sache, sondern verweisen ihn an den Kunden und unterrichten diesen unverzüglich, sofern das Gesetz nichts anderes verlangt. Hinweise für Besucher stehen auf der Seite Auskunft und Löschung.
14.6 Datenschutzkontakt und Art. 37 DSGVO
Fragen zum Datenschutz sowie Anträge nach Art. 15 bis 22 DSGVO zu Kontodaten erreichen uns unter der Kontaktadresse nach Ziffer 1.1. Ein Datenschutzbeauftragter ist nicht benannt. Nach unserer Beurteilung besteht keine Pflicht nach Art. 37 Abs. 1 DSGVO: Wir sind ein Einzelunternehmen; unsere Kerntätigkeit besteht nicht in einer umfangreichen regelmäßigen und systematischen Überwachung von Personen – die Antwortbox beantwortet Fragen ohne Besucherkennung und ohne Profile – und nicht in der umfangreichen Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten, deren Einspielen diese Bedingungen gerade untersagen. Die Beurteilung steht im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten und wird wiederholt, wenn sich der Dienst wesentlich ändert.
Zuständige Aufsichtsbehörde für uns ist der Präsident des Amtes für den Schutz personenbezogener Daten (Prezes Urzędu Ochrony Danych Osobowych, UODO), ul. Stawki 2, 00-193 Warszawa, Polen.
15. Vertraulichkeit
Jede Partei hält alle Informationen der anderen, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder deren Vertraulichkeit sich aus den Umständen ergibt, geheim, verwendet sie nur zur Vertragserfüllung und macht sie nur denjenigen Mitarbeitern und Beratern zugänglich, die sie benötigen und zu gleichwertiger Vertraulichkeit verpflichtet sind. Das gilt nicht für Informationen, die ohne Pflichtverletzung öffentlich sind, die bereits rechtmäßig bekannt waren, die unabhängig entwickelt wurden oder deren Offenlegung Gesetz oder Behörde verlangt; im letzten Fall unterrichtet die offenlegende Partei die andere vorab, soweit zulässig.
Diese Pflichten bestehen drei Jahre über das Vertragsende hinaus fort, bei Geschäftsgeheimnissen und personenbezogenen Daten so lange, wie diese geschützt sind. Kundendaten, Prüffragen, Regeln und nicht veröffentlichte Einstellungen sind vertrauliche Informationen des Kunden. Inhalte, die der Kunde zur öffentlichen Beantwortung in den Index gebracht hat, sind es naturgemäß nicht. Die nicht öffentliche Dokumentation, individuell vereinbarte Preise und der Inhalt von Sicherheitsberichten sind vertrauliche Informationen von Answely.
16. Schutzrechte und Nutzungsrechte
16.1 Unsere Rechte
Der Dienst, das Skript answely.js, das WordPress-Plugin, die Oberfläche, die Schnittstellen, die Dokumentation, der Name Answely, die Logos und alle damit verbundenen Rechte stehen uns oder unseren Lizenzgebern zu. Über die hier ausdrücklich eingeräumten Rechte hinaus werden keine Rechte eingeräumt. Im Dienst enthaltene Bestandteile Dritter, insbesondere offene Sprachmodelle und Bibliotheken, unterliegen weiterhin ihren eigenen Lizenzbedingungen.
16.2 Rechte des Kunden
Für die Vertragsdauer erhält der Kunde das nicht ausschließliche, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht, den Dienst für eigene Zwecke im Rahmen seines Tarifs zu nutzen – als Agentur im Rahmen der Ziffer 10.4 auch für Websites seiner Auftraggeber.
16.3 Das Skript
Der Kunde darf answely.js unverändert und von der von uns bezeichneten Adresse bezogen auf seinen Websites einbinden. Er darf es nicht verändern, nicht selbst ausliefern und nicht in eigene Auslieferungspakete aufnehmen. Eine selbst ausgelieferte Kopie verhindert, dass Sicherheitskorrekturen und Änderungen der Kennzeichnung die Besucher erreichen; aus diesem Grund ist sie untersagt.
16.4 Das WordPress-Plugin
Das WordPress-Plugin stellen wir zum Download im Konto bereit. Der Kunde darf es auf den WordPress-Installationen seiner Websites installieren und nutzen. Das Plugin selbst steht unter der GNU General Public License, Version 2 oder später (GPL-2.0-or-later); für seinen Code gelten deren Bedingungen. Diese Bedingungen gelten nur für den Zugang zum Dienst, den das Plugin herstellt.
16.5 Inhalte und Ausgaben
Die Rechte an den Inhalten der Website und an allem, was der Kunde einspielt, bleiben beim Kunden. Er räumt uns das nicht ausschließliche Recht ein, sie für die Dauer des Vertrags abzurufen, zu speichern, in Abschnitte zu zerlegen, zu indexieren, an das Sprachmodell zu übergeben und in Antworten auf seiner Website, in seinem Konto und über die von ihm eingeschalteten Schnittstellen wiederzugeben – für keinen anderen Zweck. Dieses Recht endet mit der Löschung der Daten und steht unter dem AVV.
Antworten, die der Dienst für die Website des Kunden erzeugt, darf der Kunde frei verwenden. Wir beanspruchen an ihnen keine Rechte. Ob an einer Antwort überhaupt ein Schutzrecht entsteht, beurteilt sich nach dem Gesetz; zusichern können wir es nicht.
16.6 Aggregierte Betriebsangaben
Wir dürfen statistische Angaben über den Betrieb des Dienstes – Mengen, Fehlerraten, Antwortzeiten, Auslastung – erheben und nutzen, um den Dienst zu betreiben, abzusichern und zu verbessern. Solche Angaben sind aggregiert und enthalten nie Inhalte, Fragen, Antworten oder Kennungen. Sie dienen nicht dem Training von Modellen (Ziffer 5.5).
16.7 Rückmeldungen und Referenzen
Sendet uns der Kunde Vorschläge oder Verbesserungswünsche, dürfen wir sie ohne Einschränkung und ohne Vergütung nutzen. Wir nennen den Kunden und zeigen sein Logo als Referenz nur mit seiner vorherigen Zustimmung in Textform, die er jederzeit widerrufen kann.
17. KI-generierte Antworten
17.1 Wie eine Antwort entsteht
Der Dienst sucht zu einer Frage die passenden Abschnitte im Index der Website und übergibt sie mit der Frage an ein Sprachmodell auf unseren eigenen Servern. Das Modell soll nur aus diesen Abschnitten antworten und die verwendeten Quellen nennen. Erreichen die gefundenen Abschnitte eine Belegschwelle nicht, antwortet die Box, dass sie dazu keine belegte Antwort hat. Ein Anspruch auf eine Antwort zu jeder Frage besteht nicht.
17.2 Kennzeichnung nach Art. 50 der KI-Verordnung
Jede Antwort ist sichtbar als KI-generiert gekennzeichnet, mit dem Hinweis, dass sie unvollständig sein kann und die Quellen maßgeblich sind. Damit unterstützt der Dienst die Transparenzpflichten nach Art. 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung). Der Hinweis steht an fester Stelle in der Antwort und lässt sich weder über die Konfiguration noch über eigenes CSS ausblenden; ist er nicht sichtbar, zeigt die Antwortbox keine Antwort. Diese Kennzeichnung ist nicht abschaltbar, in keinem Tarif.
Der Kunde ist gegenüber seinen Besuchern Betreiber des KI-Systems im Sinne der KI-Verordnung. Er darf die Box nicht so einbinden, gestalten, umgeben oder beschriften, dass Besucher den KI-Charakter der Antworten nicht mehr erkennen können – etwa durch eine Überschrift wie „Unser Team antwortet“, eine Abbildung eines Menschen neben der Antwort oder eine Überlagerung des Hinweises. Was die KI-Verordnung im Übrigen für den Kunden bedeutet, erläutert die Seite KI-Verordnung.
17.3 Eigener Wortlaut des Hinweises (ab Pro)
Ab dem Tarif Pro kann der Kunde den Wortlaut des Hinweises je Sprache (Deutsch, Englisch, Polnisch) anpassen. Ein eigener Wortlaut muss die Kennzeichnungspflicht weiterhin erfüllen: Er muss klar erkennen lassen, dass die Antwort von einer KI erzeugt wurde, und darf dies nicht verneinen, abschwächen oder verschleiern. Der Dienst prüft jeden Text beim Speichern und beim Ausliefern: Er muss eine Zeile von 10 bis 200 Zeichen sein, ein KI-Kennwort als eigenes Wort enthalten („KI“, „AI“, „künstliche Intelligenz“ oder die Entsprechung der jeweiligen Sprache) und darf es nicht verneinen. Ein untauglicher Text wird verworfen, und es gilt der Standardtext.
Diese Prüfung kann nicht sicher erkennen, ob ein Text inhaltlich sagt, dass die Antwort KI-generiert ist; ein Satz wie „Fragen zu KI? Rufen Sie an.“ bestünde sie. Die Verantwortung für den eigenen Wortlaut trägt deshalb der Kunde. Verstößt ein eigener Wortlaut gegen die Kennzeichnungspflicht, dürfen wir ihn auf den Standardtext zurücksetzen und bei Wiederholung die Website nach Ziffer 23 sperren. Wird der Tarif unter Pro herabgestuft, gilt wieder der Standardtext; der eigene Text bleibt gespeichert und wirkt nach einer erneuten Höherstufung.
17.4 Kein Verlass
Antworten können unvollständig sein, einen Abschnitt falsch zusammenfassen, Bedingungen auslassen, veraltete Inhalte wiedergeben oder eine Quelle nennen, die die Aussage nicht trägt. Eine Belegschwelle, Prüffragen und die Belegvorschau verringern dieses Risiko; ausschließen können sie es nicht. Maßgeblich sind die verlinkten Quellen auf der Website des Kunden.
Der Kunde darf Antworten nicht als alleinige Grundlage einer Entscheidung verwenden oder verwenden lassen, die einer natürlichen Person gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Wo auf seiner Website falsche Auskünfte erhebliche Folgen haben können – etwa zu Gesundheit, Sicherheit, Recht, Geld oder Fristen –, prüft er, ob er die Box dort einsetzt, schließt solche Seiten aus oder hinterlegt redaktionelle Antworten. Erkennt er eine falsche Antwort, korrigiert er die Quelle oder schließt sie aus; die Antwortdiagnose hilft, die Ursache zu finden.
17.5 Antworten sind keine Erklärungen des Kunden oder von uns
Eine Antwort ist keine Willenserklärung, kein Angebot und keine Zusicherung – weder des Kunden gegenüber dem Besucher noch von uns. Ob der Kunde gegenüber seinen Besuchern für Antworten auf seiner Website einzustehen hat, richtet sich nach dem für ihn geltenden Recht; ein Hinweis in seinen eigenen Bedingungen kann sinnvoll sein.
18. Dienste Dritter und Integrationen
18.1 Was ein Dienst eines Dritten ist
Der Dienst kann mit Diensten zusammenwirken, die der Kunde wählt und betreibt: seinem Redaktionssystem (etwa WordPress), seinem Einwilligungswerkzeug, seinem Identitätsanbieter, seinen öffentlichen Datenendpunkten (Live-API-Daten), den Zielen seiner Aktions- und Supportlinks sowie KI-Anwendungen Dritter, die den MCP-Zugang abfragen. Ein solcher Dienst ist nicht Bestandteil des Dienstes und keine von uns geschuldete Leistung. Sein Ausfall, seine Mangelhaftigkeit oder seine Veränderung ist keine Schlecht- oder Nichtleistung unsererseits. Nennen wir seinen Namen, so geschieht das allein, um ihn zu bezeichnen; darin liegt weder eine Empfehlung noch ein Hinweis auf eine Zusammenarbeit.
18.2 Der Kunde schaltet ein, der Kunde verantwortet
Jede Integration wird vom Kunden eingeschaltet und wirkt auf seine Weisung. Er sorgt für die Rechtsgrundlage, für die Vereinbarungen mit dem jeweiligen Anbieter, für die Sicherheit der von ihm benannten Endpunkte und für die Einhaltung der Bedingungen dieser Anbieter. Zugangsdaten zu Diensten Dritter speichern wir nicht; die Push-Schnittstelle und die Live-API-Daten arbeiten ohne sie.
18.3 Was wir schulden – und was nicht
Bei Integrationen schulden wir, Daten an der dokumentierten Schnittstelle anzunehmen oder an der vom Kunden benannten Stelle abzurufen. Wir schulden nicht, dass ein Dienst eines Dritten erreichbar ist, richtig antwortet oder seine Schnittstelle beibehält, und wir überwachen ihn nicht. Was eine KI-Anwendung Dritter mit Auszügen aus dem MCP-Zugang tut, wie lange sie sie aufbewahrt und wohin sie sie bringt, entzieht sich unserer Kenntnis und unserem Einfluss. Ändert ein Dritter seine Schnittstelle und wird eine Integration dadurch unbrauchbar, gilt Ziffer 5.6.
18.4 Weitere KI-Anbieter (Ausweich-Endpunkte)
Für den Fall, dass unsere eigene KI-Kapazität nicht ausreicht oder ausfällt, ist die Anbindung eines weiteren Anbieters von Sprachmodellen technisch vorbereitet. Er ist derzeit nicht aktiv. Einen weiteren KI-Anbieter setzen wir nur ein, wenn
- er die Daten ausschließlich in der EU verarbeitet,
- mit ihm ein Auftragsverarbeitungsvertrag besteht, der Training mit den Daten und ihre Speicherung über die Verarbeitung hinaus ausschließt,
- er in der Liste der Unterauftragsverarbeiter steht und
- wir die Kunden mindestens 30 Tage vorher informiert haben; der Kunde kann nach Maßgabe des AVV widersprechen.
Anbieter, die Daten außerhalb der EU verarbeiten, setzen wir für die Antworten nicht ein. Die technische Startsperre nach Ziffer 5.5 gilt auch für einen solchen Anbieter: Der Antwort-Dienst startet nur, wenn jeder konfigurierte KI-Endpunkt auf der Freigabeliste steht.
18.5 Haftung
Vorbehaltlich der Ziffer 21.1 haften wir nicht für Handlungen, Unterlassungen, Ausfälle, Sicherheitsvorfälle oder Bedingungen eines Dienstes eines Dritten, den der Kunde einbindet, und nicht für Schäden aus dem Ausfall oder dem Wegfall einer Integration. Die Freistellung nach Ziffer 22 erfasst auch Ansprüche, die ein Anbieter eines solchen Dienstes gegen uns erhebt, weil der Kunde dessen Bedingungen verletzt hat. Für unsere eigenen Unterauftragsverarbeiter haften wir nach dem AVV wie für uns selbst.
19. Verfügbarkeit, Wartung und Support
19.1 Keine Verfügbarkeitszusage in den Standardtarifen
Wir betreiben den Dienst mit der Sorgfalt eines ordentlichen Anbieters und streben hohe Verfügbarkeit an. In den Tarifen Free, Starter, Pro und Business wird keine bestimmte Verfügbarkeit, Antwortzeit oder Kapazität geschuldet; eine Dienstgütevereinbarung, ein Verfügbarkeitswert oder eine Gutschriftenregelung sind nicht Vertragsinhalt. Eine solche Zusage besteht nur, wenn sie in einem Einzelvertrag ausdrücklich vereinbart ist und Messverfahren, Ausnahmen und Rechtsfolge beschreibt.
Offen gesagt: Der Dienst läuft auf eigener Hardware an einem Standort in Łódź; die Antworten erzeugen zwei eigene KI-Rechner, die wir auch für andere eigene Dienste nutzen. Fallen sie aus oder sind sie ausgelastet, liefert die Box für die Dauer keine Antworten; die Website des Kunden bleibt nutzbar (Ziffer 5.3). Eine zweite, räumlich getrennte KI-Kapazität besteht derzeit nicht (Ziffer 18.4).
19.2 Wartung
Wir dürfen den Dienst für Wartung, Aktualisierungen und Sicherheitsmaßnahmen unterbrechen. Geplante Unterbrechungen legen wir, soweit zumutbar, außerhalb der Hauptgeschäftszeiten der mitteleuropäischen Zeitzone und kündigen sie nach Möglichkeit vorher an. Dringende Maßnahmen zur Abwehr eines Sicherheitsrisikos oder einer schweren Störung dürfen ohne Ankündigung erfolgen.
19.3 Störungen außerhalb unseres Bereichs
Der Dienst hängt vom öffentlichen Internet, von der Website und dem Hosting des Kunden, von seinem Einwilligungswerkzeug, vom Browser und Netz des Besuchers sowie von Dritten ab. Störungen aus diesen Bereichen liegen außerhalb unseres Einflussbereichs und sind kein Mangel des Dienstes. Kann der Indexer die Website nicht erreichen, bleibt der letzte Stand des Index aktiv.
19.4 Support
Support leisten wir auf Deutsch, Englisch und Polnisch über das Supportformular im Konto und unter support@answely.com, zu den üblichen Geschäftszeiten der mitteleuropäischen Zeitzone. Wir bemühen uns um zügige Antwort; eine Reaktions- oder Lösungszeit wird nur geschuldet, wenn sie im Einzelvertrag vereinbart ist. Support betrifft den Dienst; er umfasst nicht die Website des Kunden, sein Redaktionssystem, sein Einwilligungswerkzeug oder sein Hosting und ist keine Rechts-, Redaktions- oder Entwicklungsleistung.
20. Gewährleistung und ihr Ausschluss
20.1 Der Dienst wird bereitgestellt, wie er ist
Gegenüber Unternehmen wird der Dienst „wie besehen“ und „wie verfügbar“ bereitgestellt. Soweit gesetzlich zulässig, geben wir keine Gewährleistungen, Zusicherungen oder Garantien gleich welcher Art, insbesondere keine Gewähr für Eignung für einen bestimmten Zweck, Richtigkeit von Antworten, ununterbrochenen oder fehlerfreien Betrieb oder die Behebung von Fehlern.
20.2 Gesetzliche Mängelhaftung
Die gesetzliche Mängelhaftung (rękojmia) wird gegenüber Unternehmen ausgeschlossen, wie es Art. 558 § 1 des polnischen Zivilgesetzbuchs zwischen Unternehmern zulässt. Eine Beschaffenheitsgarantie (gwarancja jakości) wird nicht übernommen. Für Verbraucher gilt Ziffer 32.3.
20.3 Keine Erfolgszusage
Wir sichern nicht zu, dass Answely Supportanfragen verringert, Umsatz oder Zufriedenheit erhöht, eine bestimmte Antwortquote erreicht oder Suchmaschinen eine Website besser bewerten. Keine derartige Aussage, wo immer getroffen, wird Vertragsinhalt; Ziffer 3.3 gilt.
20.4 Antworten sind naturgemäß nicht immer richtig
Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass ein Sprachmodell auch bei guten Quellen falsche oder unvollständige Antworten erzeugen kann und dass dies eine Eigenschaft der Technik ist. Zu den gewöhnlichen Gründen, aus denen eine Frage nicht oder nicht richtig beantwortet wird, gehören insbesondere:
- die Website enthält die Antwort nicht, nicht eindeutig oder nur in einem Bild, einem eingebetteten Inhalt oder einer nicht lesbaren Datei;
- die Seite ist ausgeschlossen, durch
robots.txtodernoindexgesperrt, hinter einer Anmeldung oder für den Indexer nicht erreichbar; - der Index ist noch nicht auf dem Stand einer kürzlich geänderten Seite;
- die Frage ist mehrdeutig, in einer anderen Sprache gestellt oder setzt Wissen voraus, das nicht auf der Website steht;
- die Belegschwelle wurde nicht erreicht, und die Box lehnt die Antwort deshalb ab;
- Kontingent, Drossel oder Last haben die Anfrage abgewiesen.
20.5 Die Website ist die des Kunden
Wir gewährleisten nicht, dass das Skript mit jeder Website, jedem Framework, jeder Content Security Policy und jedem anderen Skript zusammenarbeitet. Die Einbindung obliegt dem Kunden; er sollte sie vor dem Einsatz im Wirkbetrieb prüfen.
21. Haftungsbeschränkung
Wie diese Ziffer gebaut ist. Sie nennt zuerst, was nicht beschränkt wird, weil dieser Teil sich nicht wirksam beschränken lässt. Alles Weitere ist gegenüber Unternehmen bis zur gesetzlichen Grenze beschränkt. Gegenüber Verbrauchern gilt Ziffer 32.4.
21.1 Was nicht beschränkt wird
Keine Bestimmung dieser Bedingungen schließt die Haftung für vorsätzlich verursachte Schäden aus oder beschränkt sie; ein solcher Ausschluss ist nach Art. 473 § 2 des polnischen Zivilgesetzbuchs im Voraus unzulässig. Dasselbe gilt für Schäden an Leben, Körper und Gesundheit und für jede sonstige Haftung, die sich nicht wirksam ausschließen oder beschränken lässt. Ebenso wenig schließen wir die Haftung für grob fahrlässig verursachte Schäden aus oder beschränken sie.
Ansprüche einer betroffenen Person nach Art. 82 DSGVO stehen außerhalb jeder Grenze dieser Ziffer. Besucher sind nicht Partei dieses Vertrags (Ziffer 29.9); was der Kunde und wir untereinander vereinbaren, kann ihre Ansprüche nicht deckeln. Die Parteien verteilen nur das Verhältnis untereinander, nachdem ein solcher Anspruch erfüllt worden ist; das folgt Art. 82 Abs. 5 DSGVO, dem AVV und Ziffer 22.
21.2 Was ausgeschlossen wird
Vorbehaltlich der Ziffer 21.1 haften wir gegenüber Unternehmen in keinem Fall für:
- entgangenen Gewinn, entgangene Einnahmen, entgangene Geschäftschancen sowie Einbußen an Geschäftswert oder Ruf;
- mittelbare Schäden, Folgeschäden und Strafschadensersatz;
- Schäden aus dem Inhalt einer Antwort, soweit sie auf den Inhalten des Kunden beruht oder der Kunde sie entgegen Ziffer 17.4 als alleinige Entscheidungsgrundlage verwendet;
- Verlust oder Nichtverfügbarkeit von Kundendaten, die der Kunde gelöscht hat, die nach Ablauf ihrer Frist gelöscht wurden oder die durch eine Herabstufung nicht mehr genutzt werden;
- Betriebsunterbrechung sowie die Kosten einer Ersatzleistung;
- Schäden aus einem Verstoß des Kunden gegen die Ziffern 10, 11, 12 oder 13, aus der von ihm gewählten Konfiguration oder aus einem von ihm eingebundenen Dienst eines Dritten;
- Schäden aus der Nutzung als Beta oder Vorschau gekennzeichneter Funktionen;
- Ansprüche, die Besucher oder sonstige Dritte gegen den Kunden erheben, außer soweit wir dafür nach zwingendem Recht gesondert haften.
Der Ausschluss des entgangenen Gewinns wird ausdrücklich im Sinne des Art. 361 § 2 des polnischen Zivilgesetzbuchs vereinbart.
21.3 Die Höchstgrenze
Vorbehaltlich der Ziffer 21.1 ist unsere gesamte Haftung gegenüber Unternehmen aus und im Zusammenhang mit dem Vertrag, gleich auf welcher Rechtsgrundlage, auf die Entgelte beschränkt, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schadenauslösenden Ereignis tatsächlich an uns gezahlt hat. Die Grenze gilt je Vertragsjahr einmal insgesamt, nicht je Ereignis.
21.4 Tarif Free und Beta-Funktionen
Soweit der Dienst unentgeltlich erbracht wird – im Tarif Free oder hinsichtlich einer als Beta oder Vorschau gekennzeichneten Funktion –, haften wir gegenüber Unternehmen nur für vorsätzlich und grob fahrlässig verursachte Schäden. Einen Anspruch der betroffenen Person aus Art. 82 DSGVO berührt diese Beschränkung nicht (Ziffer 21.1).
21.5 Daten
Der Dienst ist keine Datensicherung der Inhalte des Kunden (Ziffer 5.4); die Inhalte liegen auf dessen Website. Haften wir gleichwohl für den Verlust von Daten, ist diese Haftung gegenüber Unternehmen auf die Kosten beschränkt, die für ein erneutes Indexieren oder Einspielen anfallen.
21.6 Anzeige eines Anspruchs
Unternehmen haben uns jeden Umstand, aus dem sie einen Anspruch herleiten, binnen 30 Tagen nach Kenntnis in Textform anzuzeigen und dabei anzugeben, was wann geschehen ist. Das ist eine vertragliche Mitwirkungspflicht, weil technische Aufzeichnungen nach kurzen Fristen gelöscht werden; gesetzliche Verjährungsfristen werden dadurch nicht verkürzt (Art. 119 des polnischen Zivilgesetzbuchs).
21.7 Wem diese Grenzen zugutekommen
Die Ausschlüsse und Grenzen dieser Ziffer gelten in gleicher Weise zugunsten unserer Erfüllungsgehilfen und Unterauftragsverarbeiter und erfassen Ansprüche aus Vertrag, aus unerlaubter Handlung und aus jedem sonstigen Grund.
22. Freistellung durch den Kunden
22.1 Umfang
Ein Unternehmen stellt uns von allen Ansprüchen, Verfahren, Geldbußen, Schäden und angemessenen Rechtsverfolgungskosten frei, die Dritte, Besucher, Aufsichtsbehörden oder sonstige Stellen gegen uns geltend machen, soweit sie beruhen auf:
- den Inhalten der Website des Kunden oder den Inhalten, die er einspielt, einschließlich redaktioneller Antworten, Regeln, Aktionslinks und Live-Werten;
- der Einbindung der Antwortbox ohne die nötige Information oder Einwilligung der Besucher (Ziffer 11);
- dem Einspielen von Inhalten, deren Einspielen der Kunde nach Ziffer 10.2 oder 13.4 ausgeschlossen hat;
- einem eigenen Wortlaut des KI-Hinweises, der die Kennzeichnungspflicht verfehlt, oder einer Gestaltung entgegen Ziffer 17.2;
- der Einbindung auf einer Website oder für eine Domain, über die der Kunde nicht verfügen darf;
- einem Verstoß gegen die Ziffern 10, 11, 12 oder 13 oder gegen den AVV.
Geldbußen sind von dieser Freistellung nur erfasst, soweit ein Rückgriff auf sie rechtlich zulässig ist. Wir benennen diese Grenze, statt sie zu verschweigen: Eine Geldbuße nach Art. 83 DSGVO wird gegen den Adressaten des Bescheids festgesetzt; ob sie danach von einem Vertragspartner ersetzt verlangt werden kann, ist umstritten. Die Hauptschutzmechanismen dieser Bedingungen sind deshalb vorbeugend: der Domain-Nachweis, die nicht abschaltbare KI-Kennzeichnung, der Einwilligungsmodus und das Recht, nach Ziffer 23 zu sperren.
22.2 Behandlung von Ansprüchen
Wir unterrichten den Kunden unverzüglich über einen solchen Anspruch, erkennen ihn ohne seine Zustimmung nicht an und vergleichen uns nicht ohne sie – die Zustimmung darf nicht unbillig verweigert werden – und geben ihm Gelegenheit zur Abwehr. Diese Ziffer ändert die Verantwortungsverteilung nach Art. 82 DSGVO nicht und schließt unsere eigene Haftung für die Verletzung unserer Pflichten als Auftragsverarbeiter nicht aus. Gegenüber Verbrauchern gilt Ziffer 32.5.
23. Sperrung
Wir dürfen den Zugang zum Dienst, zu einem Arbeitsbereich oder zu einer einzelnen Website ganz oder teilweise sperren – etwa die Antwortbox einer Website abschalten oder eine Funktion zurücksetzen –, wenn
- eine Zahlung überfällig ist und das Verfahren der Ziffer 9.5 eingehalten wurde;
- der begründete Verdacht besteht, dass der Dienst entgegen den Ziffern 10, 11, 12 oder 17.2 oder sonst rechtswidrig genutzt wird;
- die Antwortbox einer Website Inhalte wiedergibt, deren Veröffentlichung offensichtlich rechtswidrig ist;
- die Nutzung Sicherheit oder Verfügbarkeit des Dienstes oder anderer Kunden gefährdet;
- eine Behörde, ein Gericht oder das Gesetz es verlangt;
- eine glaubhafte Meldung nach Ziffer 25 auf eine schwere Rechtsverletzung hindeutet und sofortiges Handeln geboten ist.
Wir beschränken die Sperre auf das Erforderliche, teilen dem Kunden den Grund unverzüglich mit – vorab, soweit dies den Zweck nicht vereitelt – und nennen, was Abhilfe schafft. Für Notfälle besteht ein Notschalter, mit dem wir die Box einer Website oder des gesamten Dienstes sofort abschalten können; jede Betätigung hält einen Grund fest. Die Sperre befreit den Kunden nicht von der Zahlungspflicht, es sei denn, sie war ihm nicht zuzurechnen.
24. Was bei Vertragsende mit den Daten geschieht
24.1 Vor dem Ende: Export
Solange das Konto besteht, kann der Kunde unter „Einstellungen“ alle Daten seines Kontos selbst herunterladen – als JSON-Datei oder als CSV-Tabellen –, darunter Websites und ihre Einstellungen, Prüffragen, Zusatzpakete, Rechnungsangaben und, bei Verbrauchern, Widerrufe. Der Export ist auf höchstens 3 je Stunde begrenzt. Entgelte für Export, Wechsel oder Migration erheben wir nicht. Die Inhalte des Index sind eine Kopie der Website des Kunden und liegen bei ihm vor.
24.2 Ende eines bezahlten Tarifs
Endet ein bezahlter Tarif – durch Kündigung, Zahlungsausfall oder Widerruf –, bleibt das Konto im Tarif Free bestehen, und nichts wird gelöscht; es gilt Ziffer 8.6. Der Kunde kann weiter exportieren, wieder hochstufen oder sein Konto löschen.
24.3 Löschung einer Website oder des Kontos
Löscht der Kunde eine Website, entfernen wir Index, Einstellungen, Freigabekopien, Testberichte und die nicht verbrauchten Antworten aus Zusatzpaketen dieser Website – der Kaufnachweis eines Pakets bleibt ohne Bezug zur Website im Konto; der Index ist binnen 24 Stunden aus dem laufenden System entfernt. Löscht der Kunde sein Konto, entfernen wir sofort das Konto und seine Arbeitsbereiche ohne weitere Mitglieder samt deren Websites; für Arbeitsbereiche mit weiteren Mitgliedern gilt Ziffer 7.5. Ein laufendes Abonnement wird dabei sofort beendet (Ziffer 9.12). Der Kunde erhält eine Löschbestätigung per E-Mail. Die Löschung ist endgültig; wiederherstellen können wir ein gelöschtes Konto nicht.
Bewusst aufbewahrt werden nur: Rechnungen und Abrechnungsunterlagen 5 Jahre nach polnischem Steuerrecht, ab der Löschung ohne Verbindung zum Konto; der Nachweis der Zustimmung zu den Rechtstexten sowie Bestätigungen des sofortigen Beginns und Widerrufe spätestens bis 4 Jahre nach der Löschung (gelöscht wird, sobald der einzelne Nachweis älter als vier Jahre ist).
24.4 Was in den Sicherungskopien bleibt
Die Ausnahme steht hier mit Zahlen statt in allgemeinen Worten. Auf unserem Server halten wir eigene Datenbanksicherungen 30 Tage rollierend vor.
Daneben lagern wir jede Nacht eine verschlüsselte Kopie aller Datenbanken aus (Ziffer 14.2); für diese ausgelagerten Kopien gilt: Tageskopien 7 Tage, Wochenkopien 364 Tage. Bevor eine Tageskopie (Abzüge aller Datenbanken des Servers und Dateikopie von /var/www samt Konfigurationsdateien) verschlüsselt übertragen wird, liegt sie unverschlüsselt höchstens 8 Tage auf einem Datenträger an unserem Server in Łódź und wird dann gelöscht. Im laufenden System gelöschte Daten bleiben deshalb in diesen Kopien, bis sie ablaufen – höchstens 364 Tage nach der Löschung. Eine gezielte Löschung innerhalb einer Kopie findet nicht statt, weil eine Kopie nur als unverändertes Abbild eines Zeitpunkts ihren Zweck erfüllt. Kopien dienen ausschließlich der Wiederherstellung nach einem Verlust; sie werden nicht durchsucht, nicht ausgewertet und für nichts anderes verwendet. Wird je eine Kopie zurückgespielt, löschen wir zwischenzeitlich gelöschte Daten erneut, soweit sie sich bestimmen lassen, und sagen es den betroffenen Kunden.
24.5 Entfernen des Skripts
Der Kunde entfernt das Skript bei Vertragsende oder Löschung einer Website von seinen Seiten. Bis dahin können Browser der Besucher es weiter laden; die Box erscheint dann nicht. Wir haften nicht für Auswirkungen eines nicht entfernten Skripts auf die Website des Kunden.
24.6 Zugriffsverlangen von Behörden aus Drittländern
Die Daten des Dienstes werden in der EU verarbeitet und gespeichert; Ausnahmen sind nur die Übermittlungen an Stripe (Abrechnung) und an unseren E-Mail-Anbieter Namecheap (E-Mails, einschließlich des Wissenslücken-Berichts) in die USA, die der AVV und die Datenschutzerklärung beschreiben. Verlangt ein Gericht oder eine Behörde eines Drittlands Herausgabe oder Zugriff, befolgen wir das nur, wenn es auf ein in Kraft befindliches völkerrechtliches Abkommen, etwa ein Rechtshilfeabkommen, gestützt ist oder die Voraussetzungen des Art. 32 der Verordnung (EU) 2023/2854 (Data Act) vorliegen (siehe Data Act); wir prüfen jedes Ersuchen, geben nur die geringstmögliche Menge heraus und unterrichten den betroffenen Kunden vorher, soweit uns das erlaubt ist.
24.7 Fortgeltung
Die Ziffern 2, 3, 4.2, 9 (für bereits fällige Beträge), 10.2, 15, 16, 20, 21, 22, 24, 29 und 30 gelten über das Vertragsende hinaus fort, ebenso jede weitere Bestimmung, deren Natur dies nahelegt.
25. Meldungen über rechtswidrige Inhalte oder Missbrauch
Jedermann kann uns melden, dass der Dienst rechtswidrig genutzt wird – etwa dass Answely auf einer fremden Website ohne Befugnis eingebunden ist, dass eine Antwortbox rechtswidrige Inhalte oder unzulässig personenbezogene Daten wiedergibt oder dass der KI-Hinweis verschleiert wird. Der Weg steht auf der Seite Missbrauch melden. Eine Meldung sollte die Website und, wenn möglich, die Frage und die Antwort bezeichnen, die behauptete Rechtswidrigkeit beschreiben und eine Antwortmöglichkeit nennen.
Hinreichend genaue Meldungen prüfen wir und können weitere Angaben erbitten. Ist eine Meldung begründet, handeln wir nach den Ziffern 23 und 9.11 und teilen dem Meldenden das Ergebnis mit, soweit zulässig und möglich. Den betroffenen Kunden unterrichten wir über die Meldung und jede getroffene Maßnahme samt Begründung, sofern nicht Gesetz oder Behörde entgegenstehen. Er kann der Maßnahme widersprechen; wir prüfen den Widerspruch und antworten begründet. Eine Meldung über eine einzelne falsche Antwort richten Besucher am besten an den Betreiber der Website, weil nur er die Quelle ändern kann. Eine Meldung ist keine Beanstandung der Leistung; solche behandelt Ziffer 28.
26. Höhere Gewalt
Keine Partei haftet für eine Nichtleistung, die auf einem Ereignis außerhalb ihres zumutbaren Einflussbereichs beruht, darunter Naturkatastrophe, Krieg, Terror, Seuche, Streik, Ausfall des öffentlichen Internets oder eines vorgelagerten Netzes, längerer Ausfall der Stromversorgung, Angriff auf nicht von ihr beherrschte Infrastruktur und hoheitliche Maßnahmen. Die betroffene Partei unterrichtet die andere unverzüglich und nimmt die Leistung wieder auf, sobald sie kann. Dauert das Ereignis länger als 60 Tage, kann jede Partei den betroffenen Teil des Vertrags fristlos beenden; im Voraus gezahlte Entgelte für die Zeit danach werden anteilig erstattet. Geldmangel ist nie höhere Gewalt.
27. Änderungen dieser Bedingungen
Wir dürfen diese Bedingungen ändern. Wir teilen dies dem Kunden per E-Mail an die hinterlegte Adresse mindestens 30 Tage vor dem Wirksamwerden mit und geben an, was sich ändert.
Der Kunde kann vor dem Wirksamwerden in Textform widersprechen. Widerspricht er, läuft der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums weiter und endet dann; im Tarif Free endet er mit dem Wirksamwerden der Änderung. Widerspricht er nicht und nutzt den Dienst danach weiter, gelten die geänderten Bedingungen. Darauf weisen wir in der Mitteilung ausdrücklich hin.
Änderungen, die durch eine Gesetzesänderung, eine gerichtliche oder behördliche Entscheidung veranlasst oder zur Abwehr eines unmittelbar drohenden Sicherheitsrisikos erforderlich sind, können mit kürzerer Frist oder sofort wirksam werden; wir teilen sie so bald wie möglich mit. Rein sprachliche Änderungen, Berichtigungen offensichtlicher Fehler und ausschließlich vorteilhafte Änderungen dürfen ohne Ankündigung erfolgen. Jede Fassung ist durch Nummer und Datum gekennzeichnet; weil die Zustimmung mit einer Prüfsumme festgehalten wird (Ziffer 4.2), lässt sich stets feststellen, welche Fassung ein Kunde angenommen hat. Gegenüber Verbrauchern gilt Ziffer 32.6.
28. Beanstandungen
Beanstandungen der Leistung können jederzeit über das Supportformular im Konto oder an die Kontaktadresse nach Ziffer 1.1 gerichtet werden. Sie sollten das Konto und gegebenenfalls die Website nennen, den Einwand und die Umstände beschreiben, Datum und Uhrzeit angeben und sagen, was der Kunde begehrt.
Wir bestätigen den Eingang, prüfen die Beanstandung und antworten in Textform, in der Regel binnen 14 Tagen nach Eingang. Erfordert die Prüfung bei einem Unternehmen längere Zeit, teilen wir dies innerhalb dieser Frist mit, nennen den Grund und den voraussichtlichen Termin. Gegenüber Verbrauchern ist die Frist gesetzlich (Ziffer 32.7). Einzelheiten stehen auf der Seite Reklamationen und Beschwerden. Eine Beanstandung ist keine Voraussetzung dafür, einen Anspruch vor Gericht zu verfolgen.
29. Allgemeine Bestimmungen
29.1 Abtretung
Der Kunde darf den Vertrag und Rechte daraus nur mit unserer vorherigen Zustimmung in Textform übertragen, die nicht unbillig verweigert wird. Wir dürfen den Vertrag im Zusammenhang mit einer Umstrukturierung oder Übertragung des Geschäftsbetriebs auf einen Rechtsnachfolger übertragen und teilen dies mit; hat der Erwerber seinen Sitz außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, kann der Kunde zum Zeitpunkt der Übertragung kündigen.
29.2 Unterbeauftragung
Wir dürfen zur Erfüllung unserer Pflichten Unterauftragnehmer einsetzen und haben deren Leistung wie eigene zu vertreten. Der Einsatz von Unterauftragsverarbeitern richtet sich nach dem AVV.
29.3 Vollständigkeit
Die in Ziffer 3.1 genannten Dokumente enthalten die vollständige Vereinbarung der Parteien über ihren Gegenstand und ersetzen frühere Erklärungen und Angebote. Die Haftung für arglistige Täuschung bleibt unberührt.
29.4 Salvatorische Klausel
Ist oder wird eine Bestimmung unwirksam oder undurchsetzbar, bleibt der übrige Vertrag unberührt. Gegenüber Unternehmen tritt an ihre Stelle diejenige wirksame Bestimmung, die ihrem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt; gegenüber Verbrauchern gilt an ihrer Stelle das Gesetz.
29.5 Mitteilungen
Mitteilungen nach diesen Bedingungen erfolgen in Textform: an den Kunden an die im Konto hinterlegte E-Mail-Adresse oder über eine Nachricht im Konto; an uns an die Kontaktadresse oder die Postanschrift nach Ziffer 1.1. Die E-Mail-Adresse aktuell zu halten obliegt dem Kunden. Kündigungen erklärt der Kunde im Konto oder in Textform.
29.6 Kein Verzicht
Werden Rechte nicht oder verspätet ausgeübt, liegt darin kein Verzicht. Ein Verzicht wirkt nur, wenn er in Textform erklärt wird.
29.7 Keine Gesellschaft
Die Parteien sind selbständig. Es entstehen weder eine Gesellschaft noch eine Stellvertretung, ein Arbeitsverhältnis oder eine gemeinsame Verantwortlichkeit im Sinne des Art. 26 DSGVO.
29.8 Überschriften und Beispiele
Überschriften dienen der Übersicht und beeinflussen die Auslegung nicht. Aufzählungen mit „insbesondere“, „etwa“ oder „zum Beispiel“ sind beispielhaft und nicht abschließend.
29.9 Dritte
Der Vertrag begründet Rechte nur für die Parteien. Er ist kein Vertrag zugunsten Dritter; insbesondere erwerben Besucher aus ihm keine Rechte. Ihre datenschutzrechtlichen Rechte bleiben unberührt und entstehen unabhängig von ihm.
30. Anwendbares Recht, Gerichtsstand und Sprache
30.1 Anwendbares Recht
Der Vertrag und alle außervertraglichen Schuldverhältnisse im Zusammenhang mit ihm unterliegen dem Recht der Republik Polen unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Verbraucher gilt Ziffer 32.10.
30.2 Gerichtsstand
Für Streitigkeiten mit Unternehmen aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag sind ausschließlich die für unseren Sitz zuständigen Gerichte in Łódź, Polen, zuständig (Art. 25 der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012). Wir bleiben berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Ziffer nicht (Ziffer 32.10).
30.3 Sprache
Diese Bedingungen werden auf Deutsch, Englisch und Polnisch veröffentlicht. Bei Abweichungen ist die englische Fassung maßgeblich; die deutsche und die polnische Fassung sind Übersetzungen zur Information. Für Verbraucher gilt Ziffer 32.10. Mitteilungen können auf Deutsch, Englisch oder Polnisch erfolgen.
31. Kontakt und Fassung
LW IT Solutions Company Lukas Wójcik, al. Tadeusza Kościuszki 80/82, lok. 301, 90-437 Łódź, Polen, USt-IdNr. PL7252266190, support@answely.com.
Zugehörige Dokumente: Auftragsverarbeitungsvertrag, Technische und organisatorische Maßnahmen, Unterauftragsverarbeiter, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung, Reklamationen und Beschwerden, KI-Verordnung, Impressum.
Fassung 1.1, Stand 18.10.2026. Gegenüber Fassung 1.0: Verbraucher nur mit Wohnsitz in der EU (Ziffer 1.3), Preisanzeige außerhalb der EU nur für Unternehmen (Ziffer 9).
32. Besondere Bestimmungen für Verbraucher
Wozu diese Ziffer da ist. Diese Bedingungen sind zuerst für Geschäftskunden geschrieben. Einzelne Bestimmungen dürfen gegenüber Verbrauchern nicht oder nicht so gelten. Statt den ganzen Text zu verdoppeln, sagt diese Ziffer klauselweise, was für Verbraucher nicht gilt und was an seine Stelle tritt. Sie ist damit die einzige Stelle, an der man nachsehen muss.
32.1 Für wen sie gilt
Diese Ziffer gilt für Verbraucher im Sinne der Ziffer 1.3 und, in dem dort genannten Umfang, für natürliche Personen mit Einzelunternehmen, die außerhalb ihrer beruflichen Spezialisierung abschließen. Ob eine Person Verbraucher ist, bestimmt sich nach dem Vertrag, den sie selbst schließt; für die Mitgliedschaft in fremden Arbeitsbereichen gilt Ziffer 7.6.
32.2 Vorrang
Widerspricht eine Bestimmung dieser Bedingungen der Ziffer 32, geht Ziffer 32 vor. Widerspricht eine Bestimmung zwingendem Verbraucherrecht, gilt sie gegenüber Verbrauchern nicht; an ihre Stelle tritt die gesetzliche Regelung.
32.3 Vertragsmäßigkeit statt Gewährleistungsausschluss
Die Ziffern 20.1 und 20.2 gelten gegenüber Verbrauchern nicht. An ihre Stelle tritt die gesetzliche Haftung für die Vertragsmäßigkeit der digitalen Leistung nach Kapitel 5b des polnischen Verbraucherrechtegesetzes (Art. 43h bis 43q). Weil der Dienst fortlaufend erbracht wird, haften wir für jede Vertragswidrigkeit, die während des Zeitraums der Erbringung auftritt oder sich zeigt. Der Verbraucher kann verlangen, dass wir die Leistung in Einklang mit dem Vertrag bringen; gelingt das nicht, verweigern wir es, tritt die Vertragswidrigkeit erneut auf oder ist sie so erheblich, dass ein Zuwarten nicht zumutbar ist, kann er eine Preisminderung erklären oder vom Vertrag zurücktreten. Eine Erstattung leisten wir binnen 14 Tagen.
Die Ziffern 17.4, 20.3, 20.4 und 20.5 gelten weiter, und zwar als Beschreibung dessen, was der Dienst leistet und was er nicht leistet – nicht als Haftungsausschluss. Dass ein Sprachmodell gelegentlich falsche oder unvollständige Antworten erzeugt, ist eine Eigenschaft dieser Technik und der übliche Zustand solcher Dienste; sie ist Teil der vereinbarten Beschreibung. Ein Mangel, der über diese Eigenschaften hinausgeht – etwa eine Box, die gar nicht erscheint, ein Index, der trotz erreichbarer Website nicht entsteht, oder ein Kontingent, das falsch gezählt wird –, bleibt ein Mangel.
32.4 Haftung
Gegenüber Verbrauchern gilt:
- Die Ausschlüsse in Ziffer 21.2 gelten nicht. Wir haften nach den allgemeinen Vorschriften (Art. 471 ff. des polnischen Zivilgesetzbuchs); der Schadensersatz umfasst den entstandenen Schaden und den entgangenen Gewinn (Art. 361 § 2).
- Die Höchstgrenze in Ziffer 21.3 gilt nicht.
- Die Beschränkung für unentgeltliche Leistungen in Ziffer 21.4 gilt nicht; der unentgeltliche Charakter wird allein bei der Bestimmung der geschuldeten Sorgfalt berücksichtigt (Art. 355).
- Die Beschränkung in Ziffer 21.5 gilt nicht. Es bleibt dabei, dass der Dienst keine Datensicherung ist – das beschreibt den Leistungsumfang.
- Die Anzeigefrist in Ziffer 21.6 ist keine Anspruchsvoraussetzung. Eine frühe Anzeige hilft der Aufklärung, und wir bitten weiter darum; ein Anspruch geht durch eine spätere Anzeige nicht verloren.
Die Ziffern 21.1 und 21.7 gelten unverändert.
32.5 Keine Freistellung
Ziffer 22 gilt gegenüber Verbrauchern nicht. Ein Verbraucher stellt uns nicht von Ansprüchen Dritter frei. Unberührt bleiben der gesetzliche Ausgleich nach Art. 82 Abs. 5 DSGVO und die allgemeine Haftung des Verbrauchers für eigenes Verschulden; beide folgen aus dem Gesetz und nicht aus einer Klausel dieser Bedingungen.
32.6 Änderungen dieser Bedingungen
Gegenüber Verbrauchern dürfen wir diese Bedingungen nur aus einem der folgenden Gründe ändern, und nur soweit die Änderung durch ihn veranlasst ist:
- eine Änderung des anwendbaren Rechts, eine gerichtliche oder eine behördliche Entscheidung;
- eine Änderung des Leistungsumfangs, insbesondere eine neue Funktion oder der Wegfall einer Funktion, die aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht fortgeführt werden kann;
- ein Wechsel oder eine Änderung bei einem Unterauftragsverarbeiter, dem Zahlungsdienstleister oder einem sonstigen für die Erbringung notwendigen Dritten;
- die Abwehr eines Sicherheitsrisikos oder eines Missbrauchs;
- die Berichtigung eines offensichtlichen Fehlers oder eine rein sprachliche Klarstellung.
Wir teilen die Änderung mindestens 30 Tage vor dem Wirksamwerden auf einem dauerhaften Datenträger mit und nennen den Grund. Eine Änderung, die den Zugang zum Dienst oder seine Nutzung wesentlich und nachteilig berührt, berechtigt den Verbraucher, den Vertrag binnen 30 Tagen nach der Mitteilung oder nach dem Wirksamwerden – je nachdem, was später eintritt – ohne Kosten zu beenden (Art. 43q des polnischen Verbraucherrechtegesetzes); bereits gezahlte Entgelte für die Zeit danach erstatten wir anteilig. Eine Änderung, die das Entgelt erhöht oder den Leistungsumfang verringert, wirkt nicht für einen bereits bezahlten Zeitraum. Ziffer 5.6 gilt mit derselben Maßgabe.
32.7 Reklamationen
Ziffer 28 gilt mit der Maßgabe, dass wir auf eine Reklamation eines Verbrauchers binnen 14 Tagen antworten müssen. Antworten wir nicht innerhalb dieser Frist, gilt die Reklamation als anerkannt (Art. 7a des polnischen Verbraucherrechtegesetzes). Diese Frist ist Gesetz und lässt sich nicht durch eine Zwischennachricht verlängern. Der Weg steht auf der Seite Reklamationen und Beschwerden.
32.8 Widerrufsrecht und sofortiger Beginn
Dem Verbraucher steht für jeden Vertrag über einen bezahlten Tarif und für jedes Zusatzpaket ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu; jeder Vertrag hat seine eigene Frist. Voraussetzungen, Ausübung, Fristen, das Musterformular und die Folgen eines Widerrufs stehen in der Widerrufsbelehrung, die Bestandteil der vorvertraglichen Informationen nach Art. 12 des polnischen Verbraucherrechtegesetzes ist. Während der Frist kann der Verbraucher im Konto unter „Abrechnung“ widerrufen – ein laufendes Abonnement über die Schaltfläche „Vertrag widerrufen“, ein Zusatzpaket über die Schaltfläche „Paketkauf widerrufen“.
Vor jeder Zahlung – neuer Tarif, Höherstufung, Zusatzpaket – verlangt der Verbraucher mit einem Häkchen ausdrücklich, dass Answely vor Ende der Widerrufsfrist beginnen soll, und bestätigt, dass ihm bekannt ist, dass er in diesem Fall bei einem Widerruf den Anteil zu zahlen hat, der auf die bis dahin erbrachte Leistung entfällt. Das Häkchen ist nur dieses Verlangen, kein Verzicht: Es enthält keine Kenntnisnahme, dass das Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Leistung erlischt. Das Widerrufsrecht erlischt deshalb nicht vorzeitig – auch nicht bei Zusatzpaketen –, sondern endet erst mit Ablauf der Widerrufsfrist. Ohne diese Bestätigung ist ein Kauf als Verbraucher nicht möglich, weil wir jeden bezahlten Tarif und jedes Zusatzpaket sofort freischalten; den Tarif Free kann er ohne sie nutzen. Wir halten die Bestätigung mit Zeitpunkt und Fassung der Widerrufsbelehrung fest (Ziffer 4.2) und bestätigen den Vertrag nach dem Kauf per E-Mail, mit der Widerrufsbelehrung im Wortlaut.
Erstattung aus Kulanz. Aus Kulanz verlangen wir den gesetzlich geschuldeten Anteil derzeit nicht und erstatten bei einem rechtzeitigen Widerruf den vollen gezahlten Betrag – für ein Abonnement wie für ein Zusatzpaket, ohne Abzug. Diese Kulanz ist freiwillig. Wir behalten uns vor, sie jederzeit für künftige Verträge mit einer Änderung dieser Bedingungen zu ändern oder zu beenden (Ziffer 27); bereits geschlossene Verträge bleiben unberührt.
32.9 Außergerichtliche Streitbeilegung
Der Verbraucher kann sich an den Wojewodschaftsinspektor der Handelsinspektion wenden, der Mediation und ein ständiges Schiedsgericht anbietet (Art. 36 und 37 des polnischen Gesetzes über die Handelsinspektion), sowie an den städtischen oder Kreis-Verbraucherombudsmann, der kostenlos berät und unterstützt. Mediation und Schiedsgericht setzen die Teilnahme beider Seiten voraus; zu unserer Haltung siehe den folgenden Absatz. Das Register der zugelassenen Stellen führt das Amt für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz (uokik.gov.pl). Verbraucher mit Wohnsitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat können sich an das Europäische Verbraucherzentrum ihres Landes wenden. Die europäische Plattform zur Online-Streitbeilegung hat ihren Betrieb am 20. Juli 2025 eingestellt.
Nach Art. 12 Abs. 1 Nr. 21 des polnischen Verbraucherrechtegesetzes teilen wir mit: Wir sind an keinen Verhaltenskodex gebunden. Wir sind nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Die Beratung durch den Verbraucherombudsmann (rzecznik konsumentów) oder die Handelsinspektion (Inspekcja Handlowa) kann der Verbraucher unabhängig davon jederzeit in Anspruch nehmen; der Weg zu den Gerichten bleibt offen (Ziffer 32.10).
32.10 Anwendbares Recht, Gerichtsstand und Sprache
- Recht. Ziffer 30.1 gilt mit der Maßgabe, dass die Wahl polnischen Rechts dem Verbraucher nicht den Schutz entzieht, den ihm die zwingenden Vorschriften des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts gewähren (Art. 6 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 593/2008).
- Gerichtsstand. Ziffer 30.2 gilt nicht. Wir können den Verbraucher nur vor den Gerichten des Mitgliedstaats verklagen, in dem er seinen Wohnsitz hat; er kann uns dort oder an unserem Sitz verklagen (Art. 17 bis 19 der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012).
- Sprache. Ziffer 30.3 gilt gegenüber Verbrauchern nicht. Maßgeblich ist die Fassung in der Sprache, in der der Vertrag geschlossen wurde. Der Verbraucher kann jede der drei veröffentlichten Sprachen für Mitteilungen an uns verwenden.
32.11 Was unverändert gilt
Wer Answely in eine eigene Website einbindet, ist gegenüber den Besuchern dieser Website datenschutzrechtlich Verantwortlicher – auch als Verbraucher und auch bei einer privat betriebenen Website. Die Ausnahme für ausschließlich persönliche oder familiäre Tätigkeiten (Art. 2 Abs. 2 Buchst. c DSGVO) greift bei einer öffentlich zugänglichen Website nicht. Ebenso ist er gegenüber seinen Besuchern Betreiber des KI-Systems. Die Ziffern 10 bis 14 und 17 sowie der AVV gelten deshalb für Verbraucher unverändert; das ist keine Klausel zu unseren Gunsten, sondern die gesetzliche Rollenverteilung.
Version 1.1 – Stand 18.10.2026