Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35 DSGVO) – Answely Antwortbox

0. Ergebnis in Kürze

  • Eine Folgenabschätzung ist angezeigt: KI als neue Technologie und Freitext von Besuchern, der besondere Kategorien enthalten kann (Abschnitt 1).
  • Die Gestaltung hält das Risiko für die Besucher der Kundenseiten im Vorgabemodus gering: Fragen werden nicht gespeichert, keine Besucherkennung, keine Cookies, keine Inhalte in Protokollen, KI ausschließlich auf eigener Hardware in Polen, kurze und im Code belegte Fristen.
  • Seit dem 09.10.2026 sind zahlreiche Funktionen hinzugekommen (Bereiche, Antworttests, Indexfreigabe mit Kopien, Erfolg und A/B, Live-API, MCP, Diagnose, WordPress, OCR, geschützte Bereiche). Alle sind je Website zuschaltbar und in der Grundeinstellung aus; jede ist in Abschnitt 7 bewertet.
  • Mittlere Restrisiken bleiben bei der Frageanalyse samt Wissenslücken-Bericht (R2), bei Inhalten, die Kunden selbst einspielen (R6), bei der fehlenden Verschlüsselung im Ruhezustand (R19) und – nach einer Freigabe – bei geschützten Wissensbereichen (R14).
  • Neu bewertet: Gelöschte Daten leben in verschlüsselten Wochenkopien bis zu 364 Tage fort (R12); die Kapazität unter Spitzenlast ist nicht nachgewiesen (R8). Supportanfragen, Sitzungen und Rechnungen haben seit dem 16.10.2026 einen Löschlauf; R9 ist deshalb gesenkt.
  • Ein hohes Restrisiko, das eine Konsultation nach Art. 36 erfordert, besteht nicht – unter den Bedingungen in Abschnitt 10.1. Die Freigabe durch Lukas Wójcik steht aus.

1. Warum diese Folgenabschätzung erforderlich ist

Art. 35 Abs. 1 DSGVO verlangt eine Folgenabschätzung, wenn eine Verarbeitung, insbesondere bei Verwendung neuer Technologien, voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zur Folge hat. Answely setzt ein Sprachmodell ein, um Fragen von Besuchern fremder Websites in Freitext zu beantworten. Die Besucher wissen nicht, wer die Box betreibt, und können in die Frage schreiben, was sie wollen – auch Angaben über ihre Gesundheit, ihre finanzielle Lage oder Dritte.

Keiner der drei Regelfälle des Art. 35 Abs. 3 passt: Answely bewertet keine Personen als Grundlage für Entscheidungen (lit. a), verarbeitet besondere Kategorien nicht gezielt und nicht in großem Umfang (lit. b) und überwacht keine öffentlich zugänglichen Bereiche (lit. c). Der richtige Weg ist Art. 35 Abs. 1 selbst, angewendet über die neun Kriterien der Leitlinien zur Folgenabschätzung (WP 248 rev.01, vom EDSA bestätigt). Zwei erfüllte Kriterien gelten in der Regel als Hinweis auf ein hohes Risiko.

KriteriumAnswelyerfüllt?
Bewerten oder EinstufenNein. Die Frageanalyse gruppiert Fragen, nicht Personen; Erfolg und A/B vergleichen Gruppen von Antworten.nein
Automatisierte Entscheidung mit RechtswirkungNein. Die Box beantwortet Fragen und entscheidet nichts über den Besucher.nein
Systematische ÜberwachungNein. Keine Kennung, keine Cookies, keine Verknüpfung über Seiten oder Tage.nein
Sensible oder höchstpersönliche DatenFreitext kann sie enthalten (etwa Fragen auf der Seite einer Praxis oder Kanzlei); nicht gezielt erhoben. Künftig geschützte Wissensbereiche mit vertraulichen Inhalten.teilweise
Großer UmfangAbhängig von Kundenzahl und Besuchern; je Besucher wenige Fragen, keine Historie. Noch kein Produktivbetrieb.offen
Abgleich oder Zusammenführen von DatensätzenNein. Geschützte Wissensbereiche würden Gruppen aus dem Identitätssystem des Kunden verwenden, aber nicht speichern.nein
Schutzbedürftige BetroffeneBesucher von Kundenseiten können Kinder, Patienten oder Mandanten sein; nicht gezielt.teilweise
Innovative Nutzung neuer TechnologienJa: Sprachmodell, Einbettungen, KI-Kennzeichnung nach Art. 50 KI-Verordnung.ja
Hinderung an Rechten oder DienstnutzungNein. Die Suche des Kunden bleibt immer nutzbar; die Box ist ein Zusatz.nein

Ergebnis zu Art. 35 Abs. 1: ein Kriterium sicher, zwei teilweise, eines offen. Answely führt die Folgenabschätzung durch – weil die Kriterienlage es nahelegt, weil das eigene Konzept sie vor dem Livegang verlangt und weil die Kunden sie für ihre eigene Abschätzung brauchen.

Art. 35 Abs. 4 verpflichtet die Aufsichtsbehörde, eine Liste der Verarbeitungen zu veröffentlichen, für die eine Folgenabschätzung Pflicht ist. Zuständig ist die polnische UODO. Einen Abgleich mit den einzelnen Einträgen dieser Liste haben wir nicht festgehalten; weil Answely die Folgenabschätzung ohnehin durchführt, hängt das Ergebnis dieses Dokuments nicht davon ab, ob ein Eintrag zutrifft.

2. Rollen: Wen die Pflicht trifft, und wofür

DatenRolle von AnswelyVerantwortlicherFolge
Fragen und Antworten in der Box, Zähler, Frageanalyse, Bewertungen, Erfolg und A/B, Index der Kundenseiten, Push und WordPress, MCP-Zugang, geschützte Bereiche, AntworttestsAuftragsverarbeiter (Art. 28)der Kunde, dem die Website gehörtDie Pflicht aus Art. 35 trifft förmlich den Kunden. Answely schuldet Unterstützung nach Art. 28 Abs. 3 lit. f.
Konto, Abrechnung, Support, answely.com, Schnellcheck, eigene Demo, Protokolle, SicherungskopienVerantwortlicherLW IT Solutions Company Lukas Wójcik, ŁódźAnswely schätzt diese Verarbeitung aus eigenem Recht ab; allein würde sie keine Folgenabschätzung auslösen.
Sites aus reactive.chat (Mandant rc:)Auftragsverarbeiter im Rahmen der reactive.chat-Verträge, gleicher Rechtsträgerder reactive.chat-KundeDatenschutzerklärung und AVV von reactive.chat nennen diese Antworten („Smart Answer“) ausdrücklich als Dienst von Answely (Bedingung B6).

Daraus folgt: Die Verarbeitung, um die es hier vor allem geht, ist die, für die Answely nicht Verantwortlicher ist. Ein Auftragsverarbeiter kann die Abschätzung nicht an Stelle des Kunden durchführen und die Aufsichtsbehörde nicht an seiner Stelle konsultieren. Was er kann und muss: alles liefern, was der Kunde dafür braucht – die Beschreibung, die Tatsachen und eine ehrliche Liste der Maßnahmen. Genau das ist dieses Dokument: Answelys eigene Abschätzung des Dienstes und zugleich die Grundlage für die Abschätzung des Kunden.

Ein Kunde, der dieses Dokument unverändert als eigene Folgenabschätzung übernimmt, hat keine durchgeführt. Nur er kann entscheiden, ob die Antwortbox auf seiner Website angemessen ist, ob er den Einwilligungsmodus verlangt, ob er „Antwort-Cache erlauben“, die Frageanalyse oder Erfolg und A/B einschaltet, welche Inhalte er indexieren lässt und ob seine Besucher besonders schutzbedürftig sind.

3. Datenschutzbeauftragter: die Prüfung nach Art. 37

Ein Datenschutzbeauftragter ist nicht benannt. Answely ist ein Einzelunternehmen; die Kerntätigkeit ist nicht die umfangreiche regelmäßige und systematische Überwachung von Personen (keine Kennung, keine Cookies, keine Profile) und nicht die umfangreiche Verarbeitung besonderer Kategorien (Art. 37 Abs. 1 lit. b und c). Die ausführliche Bewertung steht im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, Abschnitt 9.

Neu zu bewerten ist die Frage, wenn geschützte Wissensbereiche mit vertraulichen Inhalten freigegeben werden, wenn Kunden aus dem Gesundheits- oder Rechtsbereich mit Frageanalyse aufgenommen werden oder wenn die Zahl der Besucher stark wächst. Art. 35 Abs. 2 verlangt den Rat eines Datenschutzbeauftragten nur, wenn einer benannt ist; das Unterbleiben ist daher kein Mangel. Eine weitergehende Pflicht nach polnischem Recht (Art. 37 Abs. 4) besteht nach unserer Einschätzung nicht: Das polnische Datenschutzgesetz vom 10. Mai 2018 bestimmt nur, welche öffentlichen Stellen unter Art. 37 Abs. 1 lit. a fallen. Externer Datenschutzrat wurde nicht eingeholt. Die Freigabe steht in Abschnitt 10.2.

4. Vorgehen, Quellen und Grenzen dieser Folgenabschätzung

Jede Tatsachenaussage beruht auf dem Quellcode (Antwort-Dienst in Node.js, Konto-App in PHP), dem Datenbankschema, den Konfigurationsvorlagen, den Projektentscheidungen und den dokumentierten Abnahmen bis 11.10.2026. Fristen, die auch in der Datenschutzerklärung stehen, prüft ein Prüfstand automatisch gegen den Code; die Aufräumläufe sind durch Prüfstände mit vorgestellter Uhr belegt.

Grenzen, offen benannt:

  • Answely ist noch nicht im Produktivbetrieb. Es gibt keine Zeilenzahlen, keine Zahl der Kunden und keine Zahl der Besucher aus dem Produktivsystem. Der Umfang ist deshalb eine Prognose.
  • Die Konfiguration des Produktivsystems (Umgebungsdateien, Geheimnisse) wurde für dieses Dokument nicht gelesen; abgeglichen wurden am 12.10.2026 Datenbankschema, Aufräumcode, eingestellte Fristen und nicht geheime Konfiguration der Entwicklungsumgebung. Wo eine Zusage vom Livebetrieb abhängt, beschreibt dieses Dokument die Einstellung, mit der Answely in Betrieb geht.
  • Die Antwortqualität ist fachlich nicht abgenommen: In der Messung vom 09.10.2026 erfüllten 43 von 50 deutschen, 22 von 27 englischen und 22 von 27 polnischen Prüffragen die Quellen- und Stichwortvorgabe; alle 16 unbekannten Fragen wurden korrekt abgelehnt. Das ist ein Anhalt, keine Bewertung der fachlichen Richtigkeit.
  • Die Spitzenlast ist nicht abgenommen (Risiko R8).
  • Rechtliche Wertungen in diesem Dokument sind Vorschläge der Abfassung; sie ersetzen keine Rechtsberatung.

5. (a) Systematische Beschreibung der Verarbeitungsvorgänge und der Zwecke

5.1 Wie die Antwortbox funktioniert

Der Kunde bindet das Skript answely.js in die Suche seiner Website ein und weist nach, dass ihm die Domain gehört. Answely ruft dann ausschließlich die öffentlichen Seiten dieser Website ab, zerlegt sie in Abschnitte, berechnet Vektoren und legt einen Index an. Stellt ein Besucher eine Frage, sendet das Skript – in der Grundeinstellung nur, wenn die Eingabe wie eine Frage aussieht – die Frage, die Sprache und die Adressen der Seiten ohne Parameter an den Antwort-Dienst. Der Dienst sucht passende Abschnitte im Index der Website. Ist der Beleg stark genug, entsteht mit einem Sprachmodell eine kurze Antwort, die nur auf diesen Abschnitten beruht und sie verlinkt; sonst kommt ohne Modellaufruf der Hinweis, dass es keine belegte Antwort gibt. Jede Antwort ist als KI-generiert gekennzeichnet.

Die KI ist unsere eigene KI, die wir selbst auf eigener Hardware betreiben (selbst gehostet); sie läuft auf eigenen Servern im internen Netz in Łódź. Antworten erzeugen zwei Rechner mit einem verkleinerten Sprachmodell eines Dritten in fester Revision; ist einer ausgelastet oder fällt er aus, übernimmt der andere. Ein weiterer eigener Rechner formuliert keine Antworten; er übernimmt Arbeiten im Hintergrund wie die Einbettungen bei Indexläufen und die nächtliche Gruppierung. Die Einbettung läuft mit einem eigenen, ebenfalls selbst gehosteten Einbettungsmodell auf eigenen Rechnern; der Reranker ist derzeit abgeschaltet. Die Server werden auch von anderen eigenen Produkten des Betreibers genutzt; der Bildteil der Modellsoftware ist eingeschaltet, Answely sendet aber nur Text. Der Antwort-Dienst ruft diese Rechner nie an: Er legt Aufträge in eine Börse in seinem Arbeitsspeicher, Worker auf den eigenen Servern holen sie per signiertem Long-Poll über TLS ab, rechnen und liefern das Ergebnis in Teilen zurück, damit die Box streamen kann. Findet sich binnen der Abholfrist kein Worker, verschwindet die Box; die Suche des Kunden bleibt.

Was gespeichert wird, bestimmt der Kunde: In der Grundeinstellung („Antwort-Cache erlauben“ aus) werden Frage und Antwort nicht gespeichert. Mit „Antwort-Cache erlauben“ liegt die Antwort kurz in einem Zwischenspeicher; mit der zusätzlichen Frageanalyse werden maskierte Fragen 90 Tage aufbewahrt. Seit dem 09.10.2026 kann der Kunde weitere Funktionen je Website einschalten; alle sind in der Grundeinstellung aus.

5.2 Verzeichnis der Verarbeitungsvorgänge

Nr.VorgangDatenOrtFristEmpfänger
F1Frage in der BoxFrage (höchstens 300 Zeichen), Sprache, Seitenadressen ohne Parameter und Anker, Bereich, Verlauf der laufenden Box; technisch IP-Adresse und User-AgentArbeitsspeicher des Antwort-Dienstes und der Workerkeine Speicherung bei „Antwort-Cache erlauben“ auseigene Server; bei rc:-Sites reactive.chat
F2Antwort-Zwischenspeicher, nur „Antwort-Cache erlauben“Antwort und Quellen unter HashRedis24 Stunden; bei neuer Indexversion nicht mehr verwendet–
F3Zähler ohne InhaltZeit, gekürzte IP-Adresse, Website, Länge, Ergebnis, Dauersa_zaehler7 Tage–
F4DrosselHash aus IP-Adresse und TagessalzRedis2 Minuten, Salz 2 Tage–
F5ProtokolleWebserver mit gekürzter IP-Adresse, ohne Parameter; Dienst nur Etiketten, Status, Dauereigener Server7 Tage–
F6Browser, nur bei „Antwort-Cache erlauben“Einstellungen; Antworten nur bei Anbindung über reactive.chatsessionStorage des Besuchers5 bzw. 10 Minuten–
F7Frageanalyse (Opt-in, ab Pro, nur „Antwort-Cache erlauben“)Frage maskiert, Kalendertag, Sprache, Ergebnis, Quellen, Dauer, Bewertungae_fragen und Gruppentabellen90 Tage ab KalendertagKunde: nur Gruppen ab 2 Fragen
F8Wissenslücken-Bericht (Opt-in)maskierte Gruppentexte, ZahlenPostausgang, E-Mail-Anbieter, Postfach des KundenPostausgang 30 TageKunde
F9Index (Abruf, PDF, OCR)öffentliche Seiten, Abschnitte, Vektorenae_dokumente, ae_abschnittebis Löschung der Website, dann binnen 24 Stunden–
F10Push und WordPress-Sync (ab Pro, Opt-in)vom Kunden gesendete Inhalteae_push_eingang, dann wie F9wie F9–
F11Kandidat und vorheriger Indexbis zu zwei weitere Kopien von F9wie F9Kandidat bis zum nächsten Lauf; vorheriger Stand bis zur nächsten Freigabe oder Löschung der Website–
F12Antworttests und FreigabeberichtePrüffragen in der Konfiguration; Berichte ohne TexteKonfiguration; RedisBerichte höchstens 30 Tage–
F13Erfolg und A/B (Opt-in)signierter Beleg mit zufälliger Antwortkennung und Gruppe; Meldungen „gelöst“, „nicht gelöst“, ZielArbeitsspeicher der Seite; RedisBeleg 24 Stunden; Redis 30 TageKunde: nur Gruppensummen
F14Live-API (Opt-in)Abruf eines öffentlichen JSON-Endpunkts ohne BesucherdatenArbeitsspeicherkeine SpeicherungBetreiber des Endpunkts sieht den Serverabruf
F15MCP-Suchzugang (Opt-in, öffentlich)Suchbegriff, Bereich; Antwort höchstens fünf AuszügeArbeitsspeicherkeine Speicherung außer Webserver-Protokollanfragender KI-Client
F16Geschützte Wissensbereiche (vorbereitet)Zugriffstoken mit Nutzerkennung und Gruppen; vertrauliche Dokumente im IndexArbeitsspeicher; Index wie F9Token nicht gespeichert; Dokumente wie F9–
F17Diagnose, Antwortvergleich, Agenturvorlagen, CopilotFragen des Kunden, Abschnitte, Antworten, EntwürfeArbeitsspeicher; Sitzung der Konto-AppDiagnose 15 Minuten nach Abschluss; Vorschau 25 MinutenKunde
F18Motor reactivechatFrage, Besucheradresse mit Proxy-Schlüssel, Besucherkennung des Chat-Widgets; bei „Antwort-Cache erlauben“ aus signierter Verlauf (Frage, Antwort, Quellen) im Browserreactive.chat; Arbeitsspeicher des Browsersnach dessen Regeln; Verlauf 24 Stunden gültig, im Chat als Beginn des Gesprächs gespeichert erst mit einer Folgefrage; nicht, wenn der Besucher seine Daten bei reactive.chat gelöscht hat oder der Verlauf nicht mehr verwendbar ist; bei „Antwort-Cache erlauben“ an kein signierter Verlauf, die Folgefrage setzt das von reactive.chat bereits geführte Gespräch fortreactive.chat
F19Schnellcheck „Website prüfen“ (eigene Verantwortung)Adresse, Beispielfrage, HMAC-Kennung aus IP; Ergebnis mit Besitzerkennung aus der SitzungArbeitsspeicher; Redis; Sitzung der Konto-AppBegrenzung höchstens 2 Minuten; Ergebnis höchstens 2 Minuten nach Abschluss–
F20Konto und Abrechnung (eigene Verantwortung)Konto, Rechnungen, Stripe-KundennummerKonto-App, StripeVVT Teil BStripe – nie Besucherdaten
F21ÜberwachungZustand der Komponenten, Antwortzeiten; kein InhaltKonto-App400 TageUrgent Logs im Administrationsbereich und Telegram ohne Inhalt
F22Ausgelagerte Kopienalle Datenbanken und Dateien des Servers, verschlüsseltGoogle Cloud Storage, WarschauTageskopien 7 Tage, Wochenkopien 364 TageGoogle Ireland Ltd. (nur verschlüsselte Blöcke)
F23Abzüge auf dem Serverjede Answely-Datenbank, unverschlüsselteigener ServerDatenbanksicherungen: 30 Tage–
F24Gesamtkopie vor der Auslagerungalle Datenbanken des Servers und eine Dateikopie von /var/www samt Konfigurationsdateien, unverschlüsseltUSB-Platte am Server in Łódźhöchstens 8 Tage–

5.3 Rechtsgrundlage

Für die Verarbeitung im Auftrag bestimmt der Kunde die Rechtsgrundlage. Typisch sind:

  • Beantwortung der Frage (F1): Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO – der Besucher stellt die Frage selbst und erwartet eine Antwort; bei Kundenportalen gegebenenfalls lit. b.
  • Zugriff auf das Endgerät (F6): Die Box legt nur bei eingeschaltetem „Antwort-Cache erlauben“ etwas im sessionStorage ab (Einstellungen der Box, Antworten nur bei Websites, die über reactive.chat angebunden sind; kurzzeitig); bei „Antwort-Cache erlauben“ aus, der Vorgabe, nichts. Wer vor jeder Anfrage eine Einwilligung will, setzt data-consent="required"; dann sendet der Browser vor der Zustimmung keine einzige Anfrage. Ist der Einwilligungsmodus nur im Konto eingeschaltet und fehlt das Attribut im Einbettungscode, ruft die Box vorher ihre Einstellungen ab.
  • Frageanalyse, Wissenslücken-Bericht, Erfolg und A/B (F7, F8, F13): berechtigtes Interesse des Kunden an der Verbesserung seiner Inhalte; Erfolg und A/B unterliegen denselben Einwilligungsregeln wie die Box. Ob ein Kunde in seinem Land dafür eine Einwilligung braucht, entscheidet er. Zu Art. 5 Abs. 3 der ePrivacy-Richtlinie: Erfolg und A/B speichern nichts auf dem Endgerät und lesen dort nichts aus; der signierte Beleg liegt nur im Arbeitsspeicher der Seite, und der Browser meldet nur, was die Box selbst erzeugt hat (zufällige Kennung der Antwort, Vergleichsgruppe, Wahl des Besuchers).
  • Besondere Kategorien: Answely bietet keine Rechtsgrundlage nach Art. 9 Abs. 2 an und ist für sie nicht vorgesehen. Kunden dürfen keine besonderen Kategorien über Push, WordPress oder geschützte Bereiche einspielen.
  • Eigene Verarbeitungen: Art. 6 Abs. 1 lit. b, c und f DSGVO, im Einzelnen im Verzeichnis, Teil B.

5.4 Empfänger und Drittlandübermittlungen

  • Kein Hosting-Anbieter, kein KI-Anbieter: Betrieb auf eigener Hardware in Łódź.
  • Google Ireland Ltd.: ausgelagerte Kopie, vor der Übertragung verschlüsselt, Bucket in Warschau; Google ist Unterauftragsverarbeiter, sieht aber keine lesbaren Inhalte.
  • Stripe Payments Europe, Ltd.: nur Kundendaten der Abrechnung; Übermittlung an Stripe, Inc. (USA) auf Grundlage des Data Privacy Framework, hilfsweise Standardvertragsklauseln. Nie Besucherdaten.
  • Namecheap, Inc. (USA), Namecheap Private Email: Versand aller E-Mails an Kunden und Empfang eingehender E-Mails an @answely.com; Übermittlung in die USA auf Grundlage des Data Processing Addendum von Namecheap mit EU-Standardvertragsklauseln (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO), angenommen am 01.08.2026. Unterauftragsverarbeiter, weil aus Teil A der Wissenslücken-Bericht mit maskierten Gruppentexten und Mails mit Bezug zu einer Site darüber laufen. Namecheap ist auch Registrar und DNS-Anbieter von answely.com, dafür nur mit Domaindaten.
  • Europäische Kommission (VIES): eigenständig verantwortlich, nur USt-IdNr. von Unternehmen.
  • reactive.chat: gleicher Rechtsträger, nur für rc:-Sites.
  • Vorbereitet, nicht aktiv: EU-Ausweich-Anbieter für das Sprachmodell (Scaleway, Paris). Startsperre: Der Dienst startet nur mit Endpunkten auf der EU-Freigabeliste.

Fragen und Antworten aus der Antwortbox und andere Daten von Besuchern der Kundenseiten verlassen die EU nicht – mit einer Ausnahme: Schaltet der Kunde den Wissenslücken-Bericht ein, gehen maskierte Gruppentexte per E-Mail über Namecheap in die USA (R2, R4). Die KI-Verarbeitung findet ausschließlich auf Servern in der EU statt.

5.5 Aufbewahrung, gemessen statt beabsichtigt

Die Fristen wurden im Code nachgesehen, nicht aus Konzepten übernommen. Ergebnis:

Datenbeabsichtigttatsächlich im CodeAbweichung
Zähler ohne Inhalt7 Tagestündlicher Lauf, 7 Tagekeine
Antwort-Zwischenspeicher24 StundenAblauf in Redis nach 24 Stundenkeine
Missbrauchsschutz2 MinutenAblauf in Redis nach 2 Minutenkeine
Monatszahlen400 Tagestündlicher Lauf, 400 Tage nach letzter Änderungkeine
Frageanalyse90 Tagestündlicher Lauf, 90 Tage ab Kalendertagkeine
Zähler einer gelöschten Websitemit der Frist von 7 Tagennicht mit der Website gelöscht, Ablauf im stündlichen Lauf nach 7 Tagenkeine
Index nach Löschung der Websitebinnen 24 Stundensofort oder über Warteschlange mit Fehler nach zwölf Stundenkeine
Vorheriger Indexnicht festgelegtbis zur nächsten Freigabe oder Löschung der Websitekeine zeitliche Obergrenze
Antworttests, Freigabeberichte, Erfolg30 TageAblauf in Redis nach 30 Tagenkeine
Diagnose15 MinutenArbeitsspeicher, Löschung nach Ablaufkeine
Supportanfragen1095 Tage ab der letzten Antworttäglicher Lauf, samt KI-Entwürfenkeine
Sitzungen der Kunden30 Tage nach dem Ende bzw. der letzten Nutzungtäglicher Laufkeine
Rechnungen5 Jahre ab Ende des Kalenderjahres der Entstehungtäglicher Lauf, auch bei bestehendem Kontokeine
Ausgelagerte KopienTageskopien 7, Wochenkopien 364laut Sicherungslauf vom 11.10.2026gelöschte Daten leben bis knapp ein Jahr fort
Unverschlüsselte Gesamtkopie auf der USB-Platte am Servernicht festgelegthöchstens 8 Tage laut Sicherungsskriptunverschlüsselt (R19)

6. (b) Bewertung der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit

  • Zweck: Beantwortung von Fragen der Besucher aus den öffentlichen Inhalten der Website des Kunden; Betrieb und Missbrauchsschutz; auf Wunsch des Kunden Auswertung, welche Fragen offen bleiben und ob Antworten helfen. Keine Werbung, kein Tracking, keine Weitergabe, kein Training.
  • Eignung: Eine belegte Antwort mit Quellen hilft dem Besucher schneller als eine Trefferliste; ohne Beleg antwortet die Box nicht.
  • Erforderlichkeit der Daten: Gesendet werden nur Frage, Sprache und Seitenadressen ohne Parameter und Anker. Die Frage ist auf 300 Zeichen begrenzt. Eine Besucherkennung wird nicht gebraucht und nicht erzeugt; die IP-Adresse wird nur gehasht (Drossel) oder gekürzt (Zähler, Protokolle) verwendet.
  • Mildere Mittel: Die Box ist ein Zusatz zur Suche des Kunden und ersetzt sie nicht; wer sie nicht nutzt, gibt nichts ab. Für Kunden, die vor jeder Anfrage eine Einwilligung wollen, gibt es den Einwilligungsmodus. Für Kunden, die nichts gespeichert haben wollen, ist „Antwort-Cache erlauben“ aus die Vorgabe.
  • Speicherbegrenzung: Jede Frist der Antwortbox ist im Code festgelegt und durch einen Prüfstand belegt (Abschnitt 5.5); in eigener Verantwortung haben seit dem 16.10.2026 auch Supportanfragen, Sitzungen und Rechnungen einen Löschlauf; die verbleibende Lücke liegt in den Sicherungskopien (R12).
  • Richtigkeit: Antworten nur mit Beleg aus dem Index, Quellen sichtbar, Belegvorschau auf Wunsch, nicht abschaltbarer KI-Hinweis nach Art. 50 der KI-Verordnung; Gültigkeit und Priorität von Quellen einstellbar.
  • Transparenz: Textbausteine für die Datenschutzerklärung der Kunden, Entwickler-Dokumentation, dieses Dokument und das Verzeichnis werden veröffentlicht.
  • Betroffenenrechte: Ohne Kennung lassen sich Fragen keiner Person zuordnen (Art. 11). Kunden löschen die Frageanalyse per Knopf und Websites und Konten selbst; der Index ist im laufenden System binnen 24 Stunden entfernt. Anfragen von Besuchern leitet Answely an den Kunden weiter; Kontakt: support@answely.com.
  • Auftragsverarbeitung und Drittland: Betrieb und KI auf eigener Hardware in Polen; ausgelagerte Kopie nur verschlüsselt in Warschau; Stripe (USA) nur für Kundenzahlungen; Namecheap Private Email (USA, Standardvertragsklauseln) für E-Mails, aus der Antwortbox nur der Wissenslücken-Bericht.
  • Was der Kunde selbst abwägen muss: ob seine Besucher besonders schutzbedürftig sind, ob er Frageanalyse, Erfolg und A/B, MCP oder Push einschaltet, und welche Inhalte er indexieren lässt.

7. (c) Bewertung der Risiken für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen

Bewertet werden Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere, je gering, mittel oder hoch, vor und nach den Maßnahmen. Die Maßnahmen und ihr Stand stehen in Abschnitt 8.

R1 – Besucher schreibt Gesundheits- oder andere sensible Angaben in die Frage

Der Freitext einer Frage kann alles enthalten: eine Diagnose auf der Seite einer Praxis, Schulden auf der Seite einer Bank, den Namen eines Dritten. Im Vorgabemodus („Antwort-Cache erlauben“ aus) liegt die Frage nur während der Verarbeitung im Arbeitsspeicher des Dienstes und der Worker und erscheint in keinem Protokoll; eine Messung mit Markerwörtern über Datenbanken, Redis, Journale und Protokolle hat das belegt. Mit „Antwort-Cache erlauben“ liegt die Antwort unter einem Hash der Frage im Zwischenspeicher; die Frage selbst steht nicht im Klartext darin, die Antwort kann ihren Inhalt aber wiedergeben. Mit Frageanalyse wird die maskierte Frage gespeichert (R2).

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelhochhoch
nachher, Vorgabemodusmittelgeringgering
nachher, mit Frageanalysemittelmittelsiehe R2

R2 – Maskierung erfasst nicht alles; maskierte Fragen verlassen per Mail das System

Die Frageanalyse macht E-Mail-Adressen (auch verschleiert), Telefonnummern, IBAN-ähnliche Ziffernfolgen, Links und lange Zahlen unkenntlich. Namen, Adressen in Worten und Beschreibungen („mein Sohn hat seit drei Wochen …“) erfasst sie nicht. Der Kunde sieht nur Gruppen ab 2 Fragen, aber der Text einer Gruppe ist eine echte, maskierte Frage. Mit dem Wissenslücken-Bericht gehen bis zu zehn solcher Texte monatlich per Mail an den Kunden, über den E-Mail-Anbieter Namecheap Private Email in den USA (Übermittlung auf Grundlage der EU-Standardvertragsklauseln), mit einer Kopie im Postausgang (30 Tage), und liegen danach unbefristet in seinem Postfach. Eine Gruppe mit zwei Fragen kann zudem aus zwei Fragen derselben Person bestehen.

EintrittSchwereRisiko
vorherhochmittelhoch
nachhermittelmittelmittel

R3 – Erkennbarkeit einzelner Besucher, Profilbildung

Answely setzt keine Cookies und vergibt keine Besucherkennung. Die Drossel arbeitet mit einem Hash aus IP-Adresse und täglich wechselndem Zufallswert; Zähler und Protokolle enthalten nur gekürzte Adressen. Erfolg und A/B verwenden einen signierten Beleg mit zufälliger Kennung je Antwort, den der Browser nur im Arbeitsspeicher hält; innerhalb einer geöffneten Box bleibt die Vergleichsgruppe gleich, über Seitenwechsel hinweg nicht. Für rc:-Sites wird die Kennung des reactive.chat-Widgets übermittelt (R10).

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelmittelmittel
nachhergeringgeringgering

R4 – Übermittlung an Dritte oder in Drittländer; KI-Anbieter liest mit oder trainiert

Sprachmodell und Einbettung laufen auf eigener Hardware in Polen; kein KI-Anbieter oder anderer Dritter sieht Fragen oder Antworten bei der Beantwortung. Einzige Drittlandübermittlung aus der Antwortbox ist der Wissenslücken-Bericht (Opt-in) über Namecheap in den USA, auf Grundlage der Standardvertragsklauseln; er enthält maskierte Gruppentexte, keine Antworten und keine IP-Adressen (R2). Der Dienst startet nur mit Endpunkten auf der EU-Freigabeliste. Ein EU-Ausweich-Anbieter ist vorbereitet, aber nicht aktiv. Seine heutigen Bedingungen erlauben die Speicherung vollständiger Anfragen bis zu zwei Wochen für Fehler- und Missbrauchsanalysen; das wäre mit der Zusage „keine Speicherung über die Verarbeitung hinaus“ nicht vereinbar. Würde er ohne Klärung aktiviert, stiege dieses Risiko deutlich.

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelhochhoch
nachher, heutiger Betriebgeringhochgering
nachher, Ausweich-Anbieter aktiv ohne Bedingung B2mittelhochmittel bis hoch

R5 – KI-Antwort enthält falsche Aussagen über Personen oder gibt Personendaten aus Seiten weiter

Das Modell kann einen Beleg falsch zusammenfassen, etwa eine Zuständigkeit oder eine Bedingung verkürzen; das ist in der Qualitätsmessung vom 09.10.2026 beobachtet worden. Antworten beruhen nur auf öffentlichen Seiten des Kunden; wer dort genannt ist, kann in einer Antwort erscheinen. Tiefensuche und Belegvorschau ändern das nicht, machen die Quelle aber sichtbar.

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelmittelmittel
nachhergering bis mittelmittelgering bis mittel

R6 – Kunde spielt per Push oder WordPress nicht-öffentliche Inhalte ein, die Box gibt sie an jeden aus

Die Push-Schnittstelle und das WordPress-Plugin bringen Inhalte in den Index, ohne dass Answely sie öffentlich abruft. Das Plugin überträgt nur veröffentlichte, öffentliche Inhalte; die Push-Schnittstelle prüft nur, dass die Adresse auf einem bestätigten Host liegt. Was der Kunde dort hineinschickt, beantwortet die Box jedem Besucher.

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelhochhoch
nachhergering bis mittelhochmittel

R7 – Unbefugter Zugriff auf Konfiguration, Index, Frageanalyse oder die Auftragsbörse

Die Admin-Schnittstelle des Dienstes ist nur auf der lokalen Schleife mit Token erreichbar. Datenbankserver und Redis lauschen zusätzlich auf der Adresse des Servers im internen Netz, weil andere Dienste desselben Betreibers sie nutzen; die Firewall lässt dort nur einen der KI-Rechner zur Datenbank durch, die Datenbanknutzer von Answely sind nur lokal zugelassen. Am SSH-Zugang des Servers ist von außen nur die Anmeldung mit Schlüssel möglich, mit Passwort nur aus privaten Netzen (seit 16.10.2026); der Verwaltungsnutzer der Datenbank ist nur lokal zugelassen; Push-Token liegen nur als Hash vor; CORS je Website; Trennung je Website im Index. Die Auftragsbörse für die KI-Worker ist über das Internet erreichbar, aber nur mit HMAC-Signatur nutzbar; ein Worker, der das Geheimnis kennt, sähe Fragen und Abschnitte. Die Konto-App verlangt für Administratoren eine Zwei-Faktor-Anmeldung; Lesezugriffe von Administratoren werden nicht protokolliert.

EintrittSchwereRisiko
vorhergeringhochmittel
nachhergeringhochgering

R8 – Ausfall, Überlast und Kapazitätsgrenze

Zwei eigene Server erzeugen die Antworten; ist einer ausgelastet oder fällt er aus, übernimmt der andere; fallen beide aus, gibt es keine Antworten. Eine Reserve mit einem anderen Sprachmodell gibt es seit dem 18.10.2026 nicht mehr; ein dritter eigener Rechner übernimmt nur Arbeiten im Hintergrund (Einbettungen bei Indexläufen, nächtliche Gruppierung). Die Rechner werden mit anderen eigenen Produkten des Betreibers geteilt. Die Zahl gleichzeitiger Antworten ist begrenzt (Vorgabe sechs insgesamt, drei je Website); darüber antwortet der Dienst mit HTTP 429, und die Box zeigt statt einer Antwort den Hinweis, kurz zu warten. Im Lasttest vom 09.10.2026 mit 480 Anfragen je Minute über 300 Sekunden wurden 86,3 % der Anfragen abgewiesen; zulässig wäre höchstens 1 %. Für Besucher bedeutet das keinen Datenverlust – die Suche des Kunden bleibt –, wohl aber eine nicht verfügbare Funktion. Für die Integrität der Daten zählt außerdem, dass die Konto-App, der Dienst und die Datenbanken auf einem einzigen Server laufen. Die Überwachung läuft auf diesem Server und meldet seinen Totalausfall nicht selbst; ein Herzschlag an einen äußeren Dienst ist nicht eingerichtet, die Komponenten Website und Indexer sind nur in der Produktion eingeschaltet, und eine offene Löschung erzeugt nach 12 Stunden nur einen Eintrag im Fehlerprotokoll, keinen aktiven Alarm.

EintrittSchwereRisiko
vorherhochgeringmittel
nachhermittelgeringgering bis mittel

R9 – Fristen werden nicht eingehalten; Daten ohne Frist

Die Fristen der Antwortbox sind belegt. In eigener Verantwortung hatten drei wesentliche Bestände keinen Löschlauf: Supportanfragen mit voller IP-Adresse, Sitzungen der Kunden mit voller IP-Adresse und Rechnungen. Seit dem 16.10.2026 löscht der tägliche Aufräumlauf Supportanfragen 1095 Tage nach der letzten Antwort samt KI-Entwürfen, beendete oder nicht mehr genutzte Sitzungen 30 Tage nach dem Ende bzw. der letzten Nutzung und Rechnungen 5 Jahre nach Ende des Kalenderjahres ihrer Entstehung; ein Prüfstand belegt jede dieser Fristen. Kleinere Bestände ohne Frist stehen im Verzeichnis (Abschnitt 6.5). Einstellbare Fristen lassen sich auf null setzen und schalten dann die Löschung ab.

EintrittSchwereRisiko
vorherhochmittelhoch
nachhergeringgering bis mittelgering bis mittel (L1 bis L3 am 16.10.2026 geschlossen)

R10 – Sites aus reactive.chat: Daten gehen an reactive.chat, dort andere Regeln

Für rc:-Sites beantwortet der Motor reactivechat die Frage aus der Wissensbasis von reactive.chat; übermittelt werden Frage, Besucheradresse (nur mit Proxy-Schlüssel) und die Kennung des Chat-Widgets für die Übergabe an einen Menschen. Der Motor ist nur für diese Sites zugelassen. Der flüchtige Modus wirkt bis in den Chatserver, solange der Besucher im Chat keine Folgefrage absendet. Tut er das, übernimmt reactive.chat Frage, Antwort und bis zu drei Quellen als Beginn des Gesprächs aus einem signierten, 24 Stunden gültigen und an Website und Besucherkennung gebundenen Verlauf, den der Browser bis dahin nur im Arbeitsspeicher hält, einmalig in den gespeicherten Chatverlauf; die Box weist vorher darauf hin. Hat der Besucher seine Daten bei reactive.chat gelöscht oder ist der Verlauf nicht mehr verwendbar, beginnt die Folgefrage ein neues Gespräch ohne diesen Verlauf. Ist „Antwort-Cache erlauben“ an, gibt es keinen signierten Verlauf: reactive.chat führt Suchfrage und Antwort bereits nach seinen Regeln als Gespräch, und die Folgefrage setzt es fort.

EintrittSchwereRisiko
vorhergeringmittelgering bis mittel
nachhergeringmittelgering, sofern B6 erfüllt ist

R11 – Zugriff auf das Endgerät ohne Einwilligung, wo der Kunde eine verlangt

Ohne Einwilligungsmodus lädt die Box ihre Einstellungen, sendet Fragen und legt bei eingeschaltetem „Antwort-Cache erlauben“ ihre Einstellungen und – nur bei Anbindung über reactive.chat – Antworten kurz im sessionStorage ab. Mit data-consent="required" sendet der Browser vor der Zustimmung keine einzige Anfrage. Ist der Einwilligungsmodus nur im Konto eingeschaltet und fehlt das Attribut im Einbettungscode, ruft die Box vor der Zustimmung ihre Einstellungen ab, legt sie bei „Antwort-Cache erlauben“ an im sessionStorage ab und sendet bis zur Zustimmung keine Frage; das Banner von consented.eu und TCF-Banner werden erkannt, ein Widerruf stoppt auch Meldungen von Erfolg und A/B.

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelgeringgering
nachhergeringgeringgering

R12 – Gelöschte Daten leben in Sicherungskopien fort

Jede Nacht geht eine verschlüsselte Kopie aller Datenbanken und Dateien in einen nicht öffentlichen Bucket in Warschau; Tageskopien bleiben 7 Tage, Wochenkopien 364 Tage. Löscht ein Kunde seine Website, seine Frageanalyse oder sein Konto, ist im laufenden System alles sofort beziehungsweise binnen 24 Stunden weg, in den Wochenkopien aber bis knapp ein Jahr. Die Kopien sind verschlüsselt, Google hat den Schlüssel nicht, und sie werden nicht gelesen. Daneben liegen auf dem Server unverschlüsselte Abzüge (30 Tage). Zwei Folgerisiken: Gehen die Schlüssel verloren, ist die ausgelagerte Kopie wertlos (Verfügbarkeit); wird eine alte Kopie eingespielt, kehren gelöschte Daten zurück, bis sie erneut gelöscht werden. Für Websites gleicht die Konto-App täglich verwaiste Sites im Dienst ab; für Konten und Frageanalyse fehlt ein beschriebenes Verfahren.

Außerdem liegt auf einer USB-Platte am Server die unverschlüsselte Gesamtkopie (Abzüge aller Datenbanken des Servers und Dateikopie von /var/www samt Konfigurationsdateien) vor der Übertragung, höchstens 8 Tage (siehe R19).

EintrittSchwereRisiko
vorherhochmittelhoch
nachhersicher (bauartbedingt)geringgering bis mittel

R13 – Indexkopien: entfernte Inhalte bleiben im vorherigen Index

Mit der Indexfreigabe hält Answely bis zu zwei weitere Kopien der Website. Entfernte Seiten, noindex und Push-Löschungen werden in beide Kopien weitergegeben. Der vorherige Stand hat aber keine eigene Frist: Er bleibt bis zur nächsten erfolgreichen Freigabe, und ein Rückwechsel macht ihn wieder öffentlich – mit allen Inhalten, die seither geändert, nicht aber gelöscht wurden. Eine korrigierte, falsche Angabe über eine Person kann so zurückkehren.

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelmittelmittel
nachhergeringmittelgering

R14 – Geschützte Wissensbereiche und vertrauliche Inhalte

Vorbereitet ist, dass die Box auch nicht-öffentliche Dokumente für angemeldete Nutzergruppen des Kunden beantwortet. Die Prüfung des Zugriffstokens ist streng (RS256, feste Schlüssel, Aussteller, Zielgruppe), die Inhalte des Tokens werden nicht gespeichert und nicht an das Modell gegeben, es gibt keine geschützten Zwischenspeicher, und ein geschützter Bestand lässt sich nicht wieder öffentlich schalten. Risiken bleiben: Eine falsche Gruppenregel des Kunden gibt Dokumente frei; vertrauliche Dokumente liegen im Index und in allen Kopien ohne zusätzliche Verschlüsselung; Fehler der Host-Anwendung (abgemeldete Nutzer sehen noch Antworten) liegen außerhalb von Answely. Heute ist kein Identitätsanbieter angebunden.

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelhochhoch
nachher, heute (nicht aktiv)––kein Risiko
nachher, nach Freigabegering bis mittelhochmittel; vor Freigabe neu bewerten

R15 – Öffentlicher MCP-Zugang: Abzug des Index durch Dritte

Der MCP-Zugang ist öffentlich. Jeder KI-Client kann Auszüge abrufen, höchstens fünf je Anfrage, begrenzt durch den Missbrauchsschutz. Er liefert nur, was die Box ohnehin aus öffentlichen Seiten beantwortet, und ist abgeschaltet, sobald geschützte Bereiche aktiv sind. Die Auszüge landen im KI-Client und dessen Anbieter.

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelgeringgering
nachhermittelgeringgering

R16 – Live-API: Abruf bei Dritten und falsche Werte

Answely ruft einen fest hinterlegten öffentlichen Endpunkt ab, ohne Frage, ohne Besucheradresse, ohne Zugangsdaten. Der Betreiber des Endpunkts sieht nur den Abruf des Answely-Servers. Ein falscher Wert erscheint mit Quelle und Abrufzeit; Fehler erscheinen als „nicht verfügbar“.

EintrittSchwereRisiko
vorhergeringgeringgering
nachhergeringgeringgering

R17 – Diagnose, Antwortvergleich und Vorlagen mit Inhalten im Arbeitsspeicher

Diese Werkzeuge verarbeiten Fragen des Kunden, Abschnitte und echte Antworten im Arbeitsspeicher des Dienstes, höchstens 15 Minuten nach Abschluss, ohne Ablage. Ein Absturz mit Speicherabbild oder ein Fehler, der Inhalte protokolliert, würde sie sichtbar machen.

EintrittSchwereRisiko
vorhergeringmittelgering
nachhergeringmittelgering

R18 – Schnellcheck: Abruf fremder Websites, Kennung aus der IP-Adresse

Jeder kann ohne Konto eine Adresse prüfen lassen; Answely ruft höchstens drei öffentliche Seiten ab, beachtet robots.txt und noindex und speichert nichts dauerhaft. Für die Begrenzung bildet die Konto-App eine HMAC-Kennung aus der IP-Adresse mit dem Anwendungsgeheimnis. Fehlt dieses oder ist es kürzer als 16 Zeichen, lehnt die Konto-App den Schnellcheck ab; den früheren festen Ersatzschlüssel gibt es nicht mehr (16.10.2026). Das Ergebnis hält der Dienst nach Abschluss höchstens 2 Minuten im Arbeitsspeicher; abrufen kann es nur die Browsersitzung, die die Prüfung gestartet hat.

EintrittSchwereRisiko
vorhergeringgeringgering
nachhergeringgeringgering

R19 – Keine Verschlüsselung im Ruhezustand, eigene Räume statt Rechenzentrum

Datenbanken, Redis, Logos und Abzüge liegen unverschlüsselt auf dem Datenträger des eigenen Servers; die Hardware steht in eigenen, abgeschlossenen und videoüberwachten Räumen in Łódź, zu denen nur der Inhaber Zutritt hat. Diebstahl oder Verlust des Datenträgers legte Index, Frageanalyse, Konten und Supportanfragen offen.

Dasselbe gilt für die nächtliche Gesamtkopie auf der USB-Platte am Server (höchstens 8 Tage): Sie enthält neben allen Datenbanken eine Dateikopie von /var/www samt Konfigurationsdateien, also auch Zugangsdaten der Anwendungen, und ihre Verzeichnisse haben die Rechte 0755, sind also für jeden Nutzer des Servers lesbar.

EintrittSchwereRisiko
vorhergeringhochmittel
nachhergeringhochmittel, bis Verschlüsselung geprüft ist

R20 – OCR erkennt personenbezogene Inhalte in gescannten PDFs

Mit OCR werden gescannte PDFs auf den öffentlichen Seiten des Kunden lesbar und damit beantwortbar – auch Formulare, Unterschriften oder Listen mit Namen, die der Kunde unbeabsichtigt veröffentlicht hat. Die Erkennung läuft lokal, ohne fremde Schnittstelle, in einem privaten temporären Ordner. OCR ist je Website abschaltbar.

EintrittSchwereRisiko
vorhergering bis mittelmittelmittel
nachhergeringmittelgering

R21 – Supportanfragen mit voller IP-Adresse und KI-Unterstützung

Supportanfragen enthalten E-Mail-Adresse, Nachricht, volle IP-Adresse und Browser; seit dem 16.10.2026 werden sie 1095 Tage nach der letzten Antwort gelöscht, samt KI-Entwürfen. Im Code vorhanden ist eine Support-KI, die auf Knopfdruck eines Menschen übersetzt oder einen Entwurf schreibt – auf den eigenen Servern, mit geschwärzten Adressen und langen Ziffernfolgen, ohne Versand ohne menschliche Prüfung. In der Entwicklungsumgebung ist sie nicht eingeschaltet (kein Worker-Schlüssel gesetzt, 12.10.2026).

EintrittSchwereRisiko
vorhermittelmittelmittel
nachhermittelgeringgering (L1 am 16.10.2026 geschlossen)

8. (d) Zur Bewältigung der Risiken geplante Maßnahmen

Die Maßnahmen sind nach ihrem tatsächlichen Stand sortiert, nicht nach ihrer Wichtigkeit. Eine Maßnahme steht nur dann unter 8.1, wenn sie im Code vorhanden und durch einen Prüfstand oder eine dokumentierte Messung belegt ist.

8.1 Heute umgesetzt – geprüft

Maßnahmewirkt aufBeleg
„Antwort-Cache erlauben“ aus als Vorgabe neuer Websites; Frage und Antwort dann nirgends gespeichertR1Markerwort-Messung über Datenbanken, Redis, Journale und Protokolle; Prüfstand der Rechtstexte prüft die Vorgabe im Code
Keine Inhalte in Protokollen von Dienst, Indexer, Worker und WebserverR1, R2Prüfstände des Antwort-Dienstes; Worker-Prüfungen mit inhaltsfreien Protokollen
Skript ohne Cookies, ohne Besucherkennung, ohne Abrufe bei DrittenR3, R11Prüfstand des Skripts; Prüfstand der Rechtstexte
Gekürzte IP-Adressen (IPv4 ohne letztes Oktett, IPv6 auf /48) in Zählern, Webserver-Protokoll und Seitenstatistik; Altdaten der Seitenstatistik einmal gekürztR3Prüfstand der IP-Kürzung; Migration vom 07.10.2026
Drossel nur mit Hash aus IP-Adresse und TagessalzR3Prüfstand der Drossel
Frage auf 300 Zeichen begrenzt; Parameter und Anker der Seitenadressen im Browser und auf dem Server abgeschnittenR1, R3Prüfstände
KI auf eigener Hardware; Startsperre für Endpunkte außerhalb der EU-Freigabeliste; Ausweich-Anbieter nicht aktivR4Prüfstand der EU-Endpunkte; Prüfstand der Rechtstexte
Worker-Prinzip: Die eigenen Server nehmen keine Verbindungen an, Abruf und Rückgabe mit HMAC signiert über TLS; unangemeldete Worker und falsche Auftragsarten abgewiesenR4, R7Prüfung der Serverentkopplung vom 11.10.2026
Kein Training und keine Feinabstimmung mit KundendatenR4kein Weg im Code
Belegpflicht, Quellen sichtbar, fester Text ohne Beleg, KI-Kennzeichnung nicht abschaltbarR5Prüfstände des Motors und des KI-Hinweises
Abruf nur öffentlicher Seiten bestätigter Hosts, robots.txt, noindex, Ausschlusspfade, data-answely-ignore, keine internen NetzeR5, R20Prüfstände des Indexers
Push nur ab Pro, Token nur als Hash, nur bestätigte Hosts, Drossel; WordPress nur veröffentlichte öffentliche Inhalte, Token nur in wp-config.phpR6Prüfstände Push und WordPress
Admin-Schnittstelle nur lokal mit Token; CORS je Website; Trennung je Website; Zwei-Faktor für AdministratorenR7Prüfstände der Schnittstelle
Begrenzung gleichzeitiger Antworten, HTTP 429 statt Warteschlange; Unterbrecher: bei Ausfall verschwindet die Box, die Suche bleibtR8Ausfall-Prüfstand; Lasttest belegt das Verhalten unter Überlast
Aufräumläufe mit Fristen, seit 16.10.2026 auch für Supportanfragen, Sitzungen und Rechnungen; Löschwarteschlange mit Fehler nach zwölf Stunden (nur Eintrag im Fehlerprotokoll, kein aktiver Alarm); Abgleich verwaister WebsitesR9, R12, R21Prüfstände der Löschung mit vorgestellter Uhr
Motor reactivechat nur für rc:-Sites; Besucheradresse nur mit Proxy-SchlüsselR10Prüfstand der Schnittstelle
Einwilligungsmodus: mit data-consent="required" vor der Zustimmung keine einzige Anfrage; consented.eu und TCF erkannt; Widerruf stoppt MeldungenR11Prüfstand der Einwilligung
Ausgelagerte Kopie vor der Übertragung verschlüsselt, Bucket in Warschau, nicht öffentlichR12, R19Sicherungslauf vom 11.10.2026
Geprüfte Abzüge mit wöchentlicher WiederherstellungsprobeR8, R12Prüfstand der Sicherung
Löschungen werden in Kandidat und vorherigen Index weitergegeben; Löschung der Website umfasst alle drei StändeR13Prüfstände der Indexfreigabe
Geschützte Bereiche: strenge lokale Token-Prüfung, Inhalte des Tokens nicht gespeichert und nicht an das Modell, keine geschützten Zwischenspeicher, kein Rückweg auf öffentlich, MCP gesperrtR14, R15Prüfstände der Optimierung
MCP: Vorgabe aus, nur Lesen, höchstens fünf Auszüge, keine KI, DrosselR15Prüfstand MCP
Live-API: nur öffentliche HTTPS-Endpunkte auf bestätigten Hosts, ohne Besucherdaten, Zeit- und GrößengrenzenR16Prüfstände der Ultra-Funktionen
Diagnose und Vergleich nur im Arbeitsspeicher, begrenzt, mit AblaufR17Prüfstände der Optimierung
Schnellcheck ohne dauerhafte Ablage, höchstens drei Seiten, Begrenzung je AbsenderR18Prüfstand des Schnellchecks
OCR lokal, temporärer privater Ordner, Grenzen für Zeit, Seiten und Ressourcen, je Website abschaltbarR20OCR-Prüfung mit eigener Scan-Datei
Support-KI nur auf Knopfdruck, eigene Server, Schwärzung, kein Versand ohne MenschenR21Code-Durchsicht

8.2 Teilweise – vorhanden, erreicht seinen Zweck aber noch nicht

MaßnahmeLückewirkt auf
Maskierung der Frageanalyseerfasst Muster, nicht Namen und Beschreibungen in WortenR2
Gruppen ab 2 Fragenzwei Fragen können von derselben Person stammenR2
Hinweise an Kunden zu Push und geschützten Inhaltenstehen in Dokumentation und Entwürfen, die Klauseln in Nutzungsbedingungen und AVV sind noch nicht freigegebenR6
Einstellbare Fristen der Konto-Appein Wert unter eins schaltet die Löschung abR9
Wiederherstellung und LöschungAbgleich nur für Websites, nicht für Konten und FrageanalyseR12
KapazitätÜberlastschutz arbeitet, ersetzt aber keine Kapazität; Lasttest nicht bestandenR8
Überwachungkein äußerer Herzschlag; offene Löschung ohne aktiven AlarmR8, R9
Netzzugang zu Server, Datenbank und RedisSSH mit Passwort aus privaten Netzen; Datenbank und Redis lauschen im internen Netz, nur durch die Firewall begrenztR7

8.3 Geplant – nicht umgesetzt

  • Zeitliche Obergrenze für den vorherigen Index, etwa Löschung nach 30 Tagen ohne Rückwechsel (R13).
  • Wahlweise Wissenslücken-Bericht ohne Gruppentexte, nur mit Zahlen und Link ins Konto (R2).
  • Prüfung einer Verschlüsselung des Datenträgers auf dem eigenen Server (R19).
  • Zusätzliche EU-Kapazität und erneuter Lasttest unter denselben Kriterien (R8).
  • Protokoll der Lesezugriffe von Administratoren auf Kundendaten (R7).
  • Untergrenze für einstellbare Fristen im Administrationsbereich (R9).
  • Gesamtkopie auf der USB-Platte verschlüsseln oder zumindest die Rechte auf den Betreiber beschränken (R19).
  • Datenbank und Redis nur lokal binden, soweit andere Dienste es zulassen (R7).
  • Herzschlag an einen äußeren Dienst, aktiver Alarm bei offener Löschung (R8, R9).

8.4 Verfahren und Vorkehrungen, die noch festzulegen sind

  • Verfahren für Löschungen nach einer Wiederherstellung aus einer Sicherungskopie (R12).
  • Verwahrung der Schlüssel der ausgelagerten Kopie außerhalb des Servers und Probe der Entschlüsselung (R12).
  • Freigabeverfahren für geschützte Wissensbereiche: Prüfung der KI-Verarbeitungsbedingungen für vertrauliche Quellen, Abnahme mit einem echten Identitätsanbieter, Anmelde-, Abmelde- und Schlüsselwechselprobe, Neubewertung von R14 (B9).
  • Freigabeverfahren für einen EU-Ausweich-Anbieter (B2).
  • Kontaktadresse und Ablauf für Anfragen von Besuchern, die Answely an Kunden weiterleitet.

9. Verbleibendes Risiko und vorherige Konsultation nach Art. 36

Nach den Maßnahmen ist das Risiko für die Besucher der Kundenseiten im Vorgabemodus gering: Fragen werden nicht gespeichert, es gibt keine Kennung, keine Inhalte in Protokollen und keinen Dritten, der Fragen sieht. Mittlere Restrisiken bleiben bei der Frageanalyse mit Wissenslücken-Bericht (R2), bei Inhalten, die Kunden selbst einspielen (R6), bei der fehlenden Verschlüsselung im Ruhezustand (R19) und – nach einer Freigabe – bei geschützten Wissensbereichen (R14). Die Sicherungskopien (R12) verlängern jede Löschung bauartbedingt, ohne dass die Daten in dieser Zeit verwendet werden.

Ein hohes Restrisiko, das eine vorherige Konsultation der Aufsichtsbehörde nach Art. 36 erfordern würde, besteht nach dieser Bewertung nicht – unter den Bedingungen in Abschnitt 10.1. Es entstünde, wenn ein KI-Anbieter mit Speicherung der Anfragen ohne Bedingung B2 aktiviert würde oder geschützte Wissensbereiche ohne die Freigabe nach 8.4 in Betrieb gingen. Die Pflicht zur Konsultation träfe für die Verarbeitung im Auftrag den jeweiligen Kunden; Answely würde ihn dabei unterstützen.

10. Überprüfung, Fassung und Freigabe

10.1 Bedingungen vor dem Livegang

Nr.BedingungStand 11.10.2026
B1Anbieter für Betrieb und E-MailBeantwortet: eigene Hardware in Łódź, kein Hosting-Anbieter. E-Mail-Anbieter Namecheap Private Email (Namecheap, Inc., USA), Data Processing Addendum mit Standardvertragsklauseln (Entscheidung 11.10.2026), angenommen am 01.08.2026.
B2EU-Ausweich-AnbieterOffen. Vorbereitet, nicht aktiv. Vor Aktivierung: EU-Verarbeitung, AVV mit „kein Training“ und „keine Speicherung über die Verarbeitung hinaus“ (die heutigen Bedingungen von Scaleway erfüllen das nicht), Eintrag als Unterauftragsverarbeiter, Information der Kunden 30 Tage vorher, Aufnahme in die Freigabeliste, R4 neu bewerten.
B3SicherungskopienBeantwortet: verschlüsselt in Google Cloud Storage, Warschau, nicht öffentlich; Tageskopien 7 Tage, Wochenkopien 364 Tage. Neu daraus: R12. Offen: Vertragsstand Google, Schlüsselverwahrung, Verfahren nach Wiederherstellung, Offenlegung in der Datenschutzerklärung.
B4Push und geschützte InhalteKlausel in Nutzungsbedingungen und AVV: nur Inhalte, die öffentlich beantwortet werden dürfen, keine besonderen Kategorien; nicht-öffentliche Inhalte nur über geschützte Bereiche nach deren Freigabe. Die Klauseln stehen in den Ziffern 10.2 und 13.4 der Nutzungsbedingungen und in Abschnitt 5 des AVV; sie gelten mit der Freigabe der Rechtstexte.
B5FrageanalyseDer Textbaustein für Kunden (Zusatzabsatz 2) erscheint mit der Freigabe der Rechtstexte. Gelöscht wird mit „Fragen löschen“, mit der Website oder nach 90 Tagen. Der Wissenslücken-Bericht enthält Gruppentexte; eine Fassung nur mit Zahlen ist geplant (8.3).
B6reactive.chatErfüllt: Datenschutzerklärung (Abschnitt „Smart Answer“), AVV, Liste der Unterauftragsverarbeiter und Nutzungsbedingungen von reactive.chat nennen diese Antworten ausdrücklich als Dienst von Answely (Fassungen gültig ab 16. bzw. 17.10.2026).
B7Live-Demo auf /docsDemo-Website mit „Antwort-Cache erlauben“ aus und ohne Frageanalyse; die answely.com-Datenschutzerklärung nennt die Demo (Abschnitt 3.5).
B8FormalesArt. 37 bewertet (Abschnitt 3 und Verzeichnis, Abschnitt 9); zur UODO-Liste nach Art. 35 Abs. 4 siehe Abschnitt 1. Kontaktadresse festgelegt: support@answely.com (11.10.2026, geändert 18.10.2026).
B9Geschützte WissensbereicheNeu: vor der Freigabe Verfahren nach 8.4 und Neubewertung von R14.
B10Daten ohne FristErledigt 16.10.2026: Aufräumlauf für Supportanfragen, Sitzungen und Rechnungen (R9).
B11RechtstexteNeu: Datenschutzerklärung und TOM an Sicherungskopien, Worker-Prinzip und eigene Hardware angleichen.

10.2 Fassung und Überprüfung

Fassung1.0, 18.10.2026 – erste freigegebene Fassung
Erstellt vonder umsetzenden KI auf Grundlage von Code und Dokumentation, zur Prüfung durch den Inhaber
Geprüft und freigegebenFreigegeben von Lukas Wójcik, Inhaber, am 18.10.2026.
Stellungnahme Datenschutzbeauftragterentfällt, solange keiner benannt ist (Abschnitt 3)
Externer RatExterner Datenschutzrat wurde nicht eingeholt.
Nächste Überprüfungvor jeder Änderung an KI-Anbieter, Ausweich-Endpunkt, Speicherort, Motor, Frageanalyse, Push, geschützten Bereichen oder neuen Erweiterungen; sonst jährlich
Aufbewahrungdatierte Fassungen in der Versionsverwaltung des Projekts

Anhang – Nachweise (Prüfstände)

Die Prüfstände liegen im Projekt und laufen bei jeder Änderung. Ein grüner Prüfstand belegt das geprüfte Verhalten, nicht die Abwesenheit jedes Fehlers.

ZusagePrüfstand
Keine Inhalte in Protokollen des Dienstesantwort.js
Flüchtig hinterlässt nichts in Datenbanken, Redis, Journalen und Protokollenfluechtig-answely-echt.js (Markerwort-Messung auf dem Server)
Gekürzte IP-Adressen, Drossel nur mit Haship-kuerzung.js, drossel.js
Skript ohne Cookies, Kennung und Fremdabrufedatenschutz-skript.js
KI nur auf Endpunkten der EU-Freigabelisteeu-endpunkte.js, answely-rechtstext.js
Auftragsbörse und Worker: Signatur, Fristen, inhaltsfreie Protokolleki-boerse.js, eu-worker.js
Frageanalyse: Maskierung, Gruppen ab 2 Fragen, nur mit „Antwort-Cache erlauben“frageanalyse.js
Einwilligungsmoduseinwilligung.js
Löschfristen und Löschung der Websiteloeschlauf.js, Konto-App test_loeschung.php
KI-Kennzeichnung nicht abschaltbarki-hinweis.js
Admin-Schnittstelle abgesichertapi.js, admin-fern.js
Push und WordPresspush.js, push-oeffentlich.js, Konto-App test_wordpress.php, test_wordpress_sync.php
Indexfreigabe, Kopien, Rückwechsel, Löschweitergabeultra-gate.js, ultra-wissen.js
Erfolg und A/B: Einmalbelege, Widerrufultra-redis.js, ultra-client.js
Live-API, Belegvorschau, Regelberaterultra-api.js, ultra.js
Antworttests ohne Texte im Berichtantwort-tests.js
MCP-Zugangmcp.js
Schnellcheckschnellcheck.js, Konto-App test_schnellcheck.php
Geschützte Bereiche, Diagnose, Glossar, Quellenregelnoptimierung.js, optimierung-api.js, client-zugang.js
OCR lokal mit Aufräumen und Abbruchpdf-ocr-echt.js
Ausfall und Überlastausfall.js, zulassung.js, zulassung-http.js, last-echt.js
Sicherung und WiederherstellungsprobeKonto-App test_sicherung.php
Rechtstexte stimmen mit dem Codeanswely-rechtstext.js, Konto-App test_rechtstexte.php

Verwandte Dokumente: Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitungsvertrag, TOM, Unterauftragsverarbeiter, KI-Verordnung.

Version 1.0 – Stand 18.10.2026